11.06.2019 | 18:46 Uhr Recycling-Forschung in neuer Fraunhofer-Außenstelle Freiberg

In der Wertstoffaufbereitungs- und Sortieranlage wird der Müll vorsortiert.
Wohin nur mit dem Plastikmüll? Neue Verwertungsstrategien sollen Wissenschaftler und der TU und Fraunhofer-Experten erforschen. Bildrechte: dpa

In Freiberg entsteht eine neue Außenstelle des Fraunhofer-Instituts. Die TU Bergakademie Freiberg will mit den Forschern gemeinsam neue Technologien fürs Wiederverwerten von Plastikmüll erforschen. Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) überreichte am Dienstag die Förderzusage für eine Anschubfinanzierung in Höhe von 4,6 Millionen Euro. Das teilte die Bergakademie mit. Die Hälfte des Geldes ist für den Kauf neuer Laboranalysegeräte und neuer Versuchsanlagen eingeplant. Die anderen 2,3 Millionen Euro sind für Betriebskosten vorgesehen.

Das Zentrum soll "Innovationszentrum für Kohlenstoffkreislauf-Technologien" heißen und am Institut für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (IEC) der Bergakademie sitzen. "Durch die Zusammenarbeit mit Fraunhofer wird es gelingen, die Sichtbarkeit dieser Forschungsarbeiten auch international zu stärken und Unternehmen aus Sachsen und Deutschland einzubinden, die die Ideen verwerten", sagte Ministerin Eva-Maria Stange.

Quelle: MDR/kk/dpa

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1 Kommentar

11.06.2019 20:39 W. Merseburger 1

Bereits kurz nach der Wende gab es ausgelöst durch die Verpackungsverordnung von Prof. Töpfer (damals Umweltminister) internsive F u. E. Projekte für die Wiederverwertung von Kunststoffen. Hohe Schule ist das wertstoffliche Recycling, was aber oft auf nicht lösbare Probleme stößt. Wer es ernst meint, sollte nicht wie oben den Mund voll nehmen ("neue Technologien") sondern hart daran arbeiten. Die vorhergehende Generation hat auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet und sich dabei oft daran die Zähne ausgebrochen. Trotz aller Begeisterung wird die Realität auch obige Forscher sehr schnell einholen.

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