16.12.2019 | 06:34 Uhr Nachhaltigkeit: TU Freiberg kooperiert mit Firma zu Phosphor-Rückgewinnung

Säcke mit NPK-Dünger
Phosphor wird unter anderem in der Landwirtschaft als Dünger genutzt. Bildrechte: imago images / ITAR-TASS

An der TU Bergakademie Freiberg wird an der Rückgewinnung von Phosphor aus Reststoffen geforscht. Dazu wird eng mit einem Unternehmen als neues sogenanntes An-Institut zusammengearbeitet. Ihre Kompetenz zur Phosphor-Rückgewinnung bündeln künftig das Institut für Technische Chemie der Bergakademie und das neue An-Institut, die Freiberger Parforce Engineering & Consulting GmbH. An-Institute sind rechtlich selbständige Einrichtungen, die eng mit der Hochschule verflochten sind. So ist das Unternehmen eine Ausgründung aus der Bergakademie. Durch seine Technologie kann aus Klärschlammasche und aus anderen phosphathaltigen Klärwerksrückständen Phosphorsäure gewonnen werden. Damit werden natürliche Ressourcen geschont.

Nutzung als hochwertiges Düngemittel

Bereits im Mai hatte die TU Freiberg mitgeteilt, dass am Institut für Technische Chemie ein Schwerpunkt in der Entwicklung eines Verfahrens zur Behandlung von Ascherückständen der Klärschlammverbrennung liege. Dabei würden vorhandene Schwermetalle aus dem entstehenden Aschematerial herausgelöst, Phosphor angereichert und in eine für Düngemittelzwecke geeignete "grüne Säure" überführt.

Im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt entsteht unterdessen eine der größten Verwertungsanlagen für Klärschlamm in Deutschland. Das haben Vertreter der Firma Klärschlammrecycling Bitterfeld-Wolfen Anfang Oktober bei der Grundsteinlegung erklärt. Demnach sollen in der Anlage jährlich etwa 260.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm verwertet werden. Die Anlage soll im Sommer 2021 in Betrieb gehen. Auch in dieser Anlage geht es insbesondere um Phosphorgewinnung für Düngemittel.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.12.2019 | 07:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 16. Dezember 2019, 06:40 Uhr

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