Aluminium-Recycling Dresdner Unternehmen kauft Choren-Gelände in Freiberg

Hand hält geknüllte Alumniumfolie
Aluminium kommt in der Natur nicht in Reinform, sondern nur in chemischen Verbindungen vor. Als Rohstoff wird es es aus dem Mineral Bauxit gewonnen. Bildrechte: Colourbox.de

Fast zehn Jahre nach der Pleite des Chemie-Unternehmen Choren gibt es für die Industriebrache in Freiberg einen Investor. Die Reikan-Gruppe aus Dresden teilte mit, sie habe das Grundstück übernommen. Der Recycling-Spezialist kündigte an, in Freiberg unter anderem eine neuartige Anlage zum Sortieren und Aufbereiten von Aluminiumschrott zu errichten. Dafür sollen die vorhandenen Gebäude auf Vordermann gebracht und umgebaut werden. Angaben zur Investitionssumme und der Anzahl möglicher Arbeitsplätze wurden nicht gemacht.

Ziel: geschlossene Kreislaufwirtschaft

Reikan hat sich nach eigenen Angaben auch für den Standort Freiberg entschieden, weil es mit der Pyral AG schon einen starken Partner vor Ort gebe. Pyral sei Weltmarktführer bei der Aluminiumrückgewinnung aus Verbundabfällen. Für die Reikan-Gruppe ist Alu-Recycling dagegen nur ein Standbein in der Kreislaufwirtschaft. Sie forscht demnach auch an der Gewinnung von Wasserstoff aus Industriegasen. Ziel sei, aus Abfällen und Rückständen alles Verwertbare rückzugewinnen, um ein Verbrennen und Deponieren zu vermeiden.

Innovativ, aber pleite

Das Chemie-Unternehmen Choren Industries hatte in Freiberg die weltweit erste Anlage zum Herstellen von synthetischem Kraftstoff aus Biomasse errichtet. Allerdings gab es beizeiten finanzielle Probleme, die 2011 zur Pleite führten. 290 Arbeitsplätze waren betroffen. Seitdem war das Unternehmensgelände in Freiberg ungenutzt.

Quelle: MDR/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.09.2020 | 09:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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