13.07.2020 | 15:17 Uhr TU Freiberg forscht an Virenausbreitung über Raumluft

Ein Forscher überprüft im Labor, wie viele Viren in seiner Probe enthalten sind.
Bildrechte: MDR/Unsplash/CDC

Forscher der TU Bergakademie Freiberg untersuchen gemeinsam mit dem Klinikum St. Georg in Leipzig und der dortigen Universitätsmedizin die Ausbreitung von Viren über Tröpfchen in der Luft. Wie die TU Freiberg am Montag mitteilte, liegt der Fokus der Forscher dabei auf Aerosolen. Das sind sehr kleine Tröpfchen, die im Gegensatz zu größeren Tropfen noch längere Zeit in der Luft schweben und so möglicherweise eine weitere Ausbreitungsform darstellen.

Computersimulation zeigt Ausbreitungsverhalten

Das Forschungsprojekt trägt den Titel "Viruspartikelströmung - Musikermedizin und Patientenräume" und soll zeigen, wie sich die Virenausbreitung insbesondere beim Singen in geschlossenen Räumen sowie bei der Versorgung von beatmeten Patienten in Patientenzimmern darstellt. Dazu werde mit Hilfe von Wissenschaftlern des Instituts für Mechanik und Fluiddynamik durch Computersimulationen die Ausatmung und Ausbreitung der Aerosole in der Raumluft untersucht.

Handlungsempfehlungen zur Bekämpfung des Coronavirus

Die Ergebnisse zeigten, wie Aerosole beim Singen, Sprechen oder Atmen von Mensch zu Mensch transportiert werden, hieß es. Damit sollen bisherige Hygienemaßnahmen weiter optimiert und zeitgleich ein Beitrag für die Bekämpfung des Coronavirus geleistet werden. Das Forschungsprojekt verfolge das Ziel, Handlungsempfehlungen für den musikalischen Kulturbereich und für die klinische Patientenversorgung erarbeiten zu können.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13.07.2020 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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