Tivoli in Freiberg
Das Tivoli in Freiberg kann an Stadt und Landkreis verkauft werden. Bildrechte: Marcel Schlenkrich/Tivoli

Kreistagsbeschlüsse Grünes Licht für Kauf des "Tivoli" Freiberg und Verkauf von Schloss Wechselburg

Zwei Immobilien im Landkreis Mittelsachsen können den Besitzer wechseln. Schloss Wechselburg kann an einen Investor gehen, das Freiberger Tivoli kommt in die Hände von Landkreis und Stadt Freiberg.

Tivoli in Freiberg
Das Tivoli in Freiberg kann an Stadt und Landkreis verkauft werden. Bildrechte: Marcel Schlenkrich/Tivoli

Der Kreistag Mittelsachsen hat in seiner Sitzung am Mittwoch grünes Licht für den Kauf des Konzert- und Ballhauses Tivoli in Freiberg gegeben. Damit haben nach den Freiberger Stadträten nun auch die Kreisräte dem Kauf der traditionsreichen Kulturstätte zugestimmt. Besitzer wird zukünftig die "Saxonia Standortentwicklungs- und -verwaltungsgesellschaft mbH" sein, die sich zu gleichen Teilen in der Hand der Stadt Freiberg und des Landkreises befindet. Der Kaufpreis wird bei 1,2 Millionen Euro liegen. Der bisherige Besitzer, Solarworld-Chef Frank Asbeck, hatte nach der Insolvenz des Unternehmens angekündigt, sich vom Tivoli trennen zu wollen.

Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger reagierte euphorisch auf den Erhalt des Ballhauses. "Das Tivoli ist wirklich das bedeutende Haus in der Stadt. Jeder Freiberger war mindestens einmal in seinem Leben in diesem Haus. Das Tivoli hat für jeden Freiberger eine Bedeutung, und deshalb ist es besonders schön, dass es gelungen ist, das Haus für die Freiberger zu erhalten."

Schloss Wechselburg wechselt den Besitzer

Im nichtöffentlichen Teil der Kreistagssitzung stand auch der Verkauf des Schlosses Wechselburg auf der Tagesordnung. Wie ein MDR-Reporter erfuhr, hat der Kreistag dem Verkauf des Schlosses zugestimmt. Ab sofort können Verkaufsgespräche mit dem Interessenten aufgenommen werden.

Wechselburg
Das Schloss Wechselburg liegt noch im Dornröschenschlaf. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das Schloss soll zum symbolischen Preis von einem Euro verkauft werden. Im Gegenzug dazu soll der Käufer in den nächsten Jahren schätzungsweise 15 Millionen Euro in die Sanierung des maroden Baus investieren. In dem Vertrag soll außerdem geregelt werden, dass der Landkreis das Schloss zurückerhält, wenn sich der Käufer nicht an die Vereinbarungen hält. Wechselburgs Bürgermeisterin Renate Naumann hofft auf eine weitere Belebung des Ortes. "Wechselburg an sich ist ja schon ein Besuchermagnet. Wenn das Schloss noch ausgebaut wäre, vielleicht auch gastronomisch genutzt wird oder als Hotel oder Pension, das wäre schon super. Jedem Wechselburger liegt das Schloss am Herzen. Wir wollen alle, dass das erneuert wird und nicht zur Ruine verkommt."

Quelle: MDR/tfr/mw

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.12.2018 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 07. Dezember 2018, 20:37 Uhr

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