Dachstuhl eingestürzt Leichenfund nach Wohnhausbrand in Freiberg

In der Freiberger Altstadt ist ein Wohnhaus in Brand geraten. Dabei stürzte der Dachstuhl ein. Polizisten fanden am Mittag eine Leiche in der Brandruine. Ob es sich dabei um die vermisste Bewohnerin des Hauses handelt, ist noch unklar. Bewohner eines Nachbarhauses wurden in Sicherheit gebracht. Auch das Archiv der Bergstadt wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Funken schlagen aus einem Wohnhaus, in der Straße davor stehen Feuerwehrautos
Das Feuer brach in einem Wohnhaus in der Altstadt von Freiberg aus. Bildrechte: Tom Wunderlich

Nach einem Dachstuhlbrand in der Altstadt von Freiberg hat die Polizei am Mittag eine Leiche in der Brandruine gefunden. Ob es sich dabei um die einzige, derzeit vermisste Bewohnerin des Hauses handelt, muss laut Polizei noch untersucht werden. Das Feuer war in der Nacht zum Sonntag ausgebrochen. Der Dachstuhl des Hauses war eingestürzt.

Die Löscharbeiten konnten bis Sonntagmittag abgeschlossen werden. Zwölf Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren Freiberg und Brand-Erbisdorf mit insgesamt 62 Kameraden waren im Einsatz. Ein durch die Stadtverwaltung beauftragter Statiker prüfte die Brandruine. Da das Haus zum Teil einsturzgefährdet ist, müssen nunmehr Sicherungsmaßnahmen mit schwerer Technik getroffen werden.

Feuer griff auf andere Gebäude über

Von dem Brand ist auch das Freiberger Stadtarchiv betroffen. Teile des Dachstuhls wurden von den Flammen erfasst. Löschwasser drang in das Gebäude ein. Außerdem musste ein benachbartes Haus evakuiert werden. Die sieben Bewohner sind anderswo untergebracht worden. Sie können laut Polizei vorerst nicht in ihre Wohnungen zurück. Die Akademiestraße bleibt bis auf weiteres gesperrt.

Oberbürgermeister vor Ort

Oberbürgermeister Sven Krüger bedankte sich über Facebook bei den Einsatzkräften. "Durch das schnelle und beherzte Eingreifen konnte ein Übergreifen auf weitere Gebäude zum Glück verhindert werden." Er bedauerte, dass beim Brand ein Mensch ums Leben gekommen ist.

Zu den Schäden am stadteigenen Nachbargebäude sagte er, das Archivgut sei nicht beschädigt worden. Das Löschwasser sei in andere Räume eingedrungen. Mitarbeiter würden seit dem frühen Morgen Dokumente sichern. Ein Dachdecker bringe umgehend den durch die Flammen verursachten Schaden in Ordnung, bevor der angekündigte Regen kommt.

Quelle: MDR/Polizei/lam/nk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.02.2019 | 08:00 Uhr in den landesweiten Nachrichten

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Zuletzt aktualisiert: 11. Februar 2019, 14:19 Uhr

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