Eine Frau steht vor einer Tafel, auf der ihre Umrisse zu erkennen sind. Das Industriemuseum Chemnitz zeigt die Ausstellung "Gesten –gestern, heute übermorgen" noch bis zum 4. März 2018
Die Besucher können sich in der Ausstellung unter anderem vor eine Tafel stellen, auf der ihre Umrisse zu erkennen sind. Bildrechte: MDR/Benjamin Jakob

Letzter Ausstellungstag am Sonntag 15.000 Besucher bei Chemnitzer Gestenausstellung

Eine Frau steht vor einer Tafel, auf der ihre Umrisse zu erkennen sind. Das Industriemuseum Chemnitz zeigt die Ausstellung "Gesten –gestern, heute übermorgen" noch bis zum 4. März 2018
Die Besucher können sich in der Ausstellung unter anderem vor eine Tafel stellen, auf der ihre Umrisse zu erkennen sind. Bildrechte: MDR/Benjamin Jakob

Die Gestenausstellung zählt zu den bestbesuchten Sonderausstellungen des Chemnitzer Industriemuseums. Am Sonntag geht sie nach vier Monaten zu Ende. Rund 15.000 Besucher seien bisher in die Schau mit dem Titel "Gesten – gestern, heute, übermorgen" gekommen, sagte eine Museumssprecherin.

Nach Worten der Initiatorin und Gestenforscherin Ellen Fricke hat die Besucher vor allem die Verbindung aus Wissenschaft, Kunst und Technologie überzeugt. Die Professorin der TU Chemnitz steht hinter einem Forschungsprojekt, das mit der Ausstellung erste Erkenntnisse präsentiert.

Die Schau zeigt Gesten in den unterschiedlichsten Alltagssituationen. So können die Besucher beispielsweise eine virtuelle Töpferscheibe betreiben, oder testen, wie sich das Auto der Zukunft über Gestensteuerung bedienen lassen könnte.

Die Sonderausstellung „Gesten – gestern, heute, übermorgen“ (17.11.2017 - 04.03.2018) im Industriemuseum Chemnitz befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Handhabung, Technik und Gesten. Am Beispiel des Spinnens wird dabei deutlich, dass basale Handbewegungen im Laufe der Technik- und Industriegeschichte an Geräte und Maschinen, wie bspw. die im Bild gezeigte Spinning Jenny, delegiert werden.
Den Zusammenhang zwischen Technik und Gesten veranschaulichen die Ausstellungsmacher beispielsweise an der Tätigkeit des Spinnens. Dabei wird deutlich, dass einfache Handbewegungen im Laufe der Zeit an Geräte und Maschinen, wie die im Bild gezeigte Spinning Jenny, delegiert worden sind. Bildrechte: TU Chemnitz/Pressefoto Schmidt

Während die Exponate in der kommenden Woche abgebaut werden, gehe die Arbeit der Forscher weiter, betonte Fricke. Zudem soll zum Wintersemester der Master-Studiengang "Semiotik und Multimodale Kommunikation" an der Chemnitzer Universität starten, der auch die Gestenforschung in den Fokus rückt.

Quelle: MDR/sth, dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.03.2018 | 13:30 Uhr in den Nachrichten aus dem Regionalstudio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 03. März 2018, 12:37 Uhr

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