Buttersäureanschlag Wohnblock in Döbeln evakuiert - zwei Kinder im Krankenhaus

Mehrere Feuerwehrleute und ein Rettungsfahrzeug vor einem Wohnblock.
Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute im Einsatz. Bildrechte: MDR/Sven Bartsch

Die Döbelner Feuerwehr ist am Mittwochvormittag wegen einer übelriechenden Flüssigkeit zu einem Wohnhaus gerufen worden. In einem Eingangsflur des Blockes hatten Bewohner eine übelriechende Flüssigkeit festgestellt. Feuerwehrleute in Schutzanzügen sicherten den Bereich und entfernten die Flüssigkeit, die offenbar in die Briefkästen geschüttet worden war.

Wegen des stechenden Geruchs und weil die Gefahr von Gesundheitsschäden nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden knapp 30 Bewohner dieses und der zwei benachbarten Hauseingänge in Sicherheit gebracht. Zwei Kinder und ein Erwachsener wurden mit Verdacht auf Reizung der Atemwege in ein Krankenhaus gebracht.

Ein Feuerwehrmann begleitet eine Bewohnerin aus dem Eingang eines Wohnblocks.
Die Bewohner des Hauses bekamen Schutzhauben und wurden von Feuerwehrleuten ins Freie geführt. Bildrechte: MDR/Sven Bartsch

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei der ausgebrachten Substanz vermutlich um Buttersäure. Abschließende Laboruntersuchungen stünden noch aus. Insgesamt waren etwa 50 Kameraden der Feuerwehr und 15 Fahrzeuge von Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vor Ort. Die Hausbewohner wurden in bereitstehenden Bussen untergebracht. Inzwischen wurden Notunterkünfte organisiert. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Quelle: MDR/mwa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.02.2018 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2018, 15:24 Uhr

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