Hoffen in Freiberg und Arnstadt Solarworld-Insolvenzverfahren offiziell eröffnet

Gegen den insolventen Solartechnikhersteller Solarworld ist das Insolvenzverfahren offiziell eröffnet worden. Jetzt hoffen die Mitarbeiter in Freiberg und Arnstadt auf einen Investor und den Erhalt einiger Stellen.

Jetzt ist es offiziell. Das Amtsgericht Bonn hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen von Solarworld eröffnet. Insolvenzverwalter bleibt Rechtsanwalt Horst Piepenburg. Er machte am Dienstag klar, dass er weiterhin versuchen werde, eine Übernahme des Solartechnikherstellers durch einen Investor unter Dach und Fach zu bringen. Derzeit laufen bereits Gespräche mit einer Investorengruppe, die den Maschinenpark und die Lagerbestände an den Standorten Freiberg und Arnstadt übernehmen will.

Laut dem Insolvenzverwalter könnten bei einer Übernahme rund 450 Jobs gerettet werden. Für die übrigen 1.200 Beschäftigten soll über eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft verhandelt werden. Für die Aktionäre von Solarworld besteht laut Piepenburg keine Hoffnung. Es sei "ausgeschlossen, dass die Aktionäre der Solarworld AG aus etwaigen Verwertungserlösen noch Ausschüttungen erhalten". Das Geld gehe komplett an die Gläubiger.

Über dieses Thema berichtet MDR SACHSEN auch im Radio: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten aus dem Regionalstudio Chemnitz | 01.08.2017 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. August 2017, 14:12 Uhr

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1 Kommentar

01.08.2017 16:27 sonne158 1

Nicht nur die Aktionäre schauen in die Röhre! Schlimmer finde ich, das die Belegschaft auf Schicht- und Feiertagszuschläge aus Monat April verzichten muss!!!! Der Sonnenkönig gründet derweil ein neues Unternehmen: Stammkapital 25000 Euro. Ob das die nicht gezahlten Zuschläge sind????