Uniformierte untersuchen Giftköder
In Chemnitz sammelten Polizei und Feuerwehr Giftköder ein. Bildrechte: Harry Härtel

07.11.2019 | 09:05 Uhr Chemnitz: Frau legt Giftköder aus - Polizei ermittelt

Uniformierte untersuchen Giftköder
In Chemnitz sammelten Polizei und Feuerwehr Giftköder ein. Bildrechte: Harry Härtel

In Chemnitz ermittelt die Polizei gegen eine 50-Jährige, die Giftköder für Hunde auf einer Wiese ausgelegt haben soll. Die Polizei teilte mit, ein Anwohner hatte die Beamten über die Giftköder informiert. Bei der Suche fanden die Beamten insgesamt vier präparierte Hackfleischbällchen und vier Schinkenstückchen mit blauer Substanz und spitzen Gegenständen. Im Rahmen der Ermittlungen stieß die Polizei in Tatortnähe auf die mutmaßliche Täterin.

Rattengift in Wohnung

Bei einer Befragung gab sie zu, dass sie die Köder ausgelegt hatte. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnung fanden die Beamten unter anderem einen Behälter in dem sie das Rattengift aufbewahrt hatte und weitere Köder. Gegen die Frau wird wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Außerdem prüft die Polizei, ob sie für weitere Köder verantwortlich ist. Bisher ist der Polizei kein Fall eines verletzten oder vergifteten Hundes in der Umgebung des Tatorts bekannt. Zur Motivation der Frau machte die Polizei keine Angaben.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.11.2019 | 09:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 07. November 2019, 09:14 Uhr

5 Kommentare

Chappi vor 1 Wochen

Die Frage ist, ob der mögliche Strafrahmen in dem Fall voll ausgeschöpft wird, um Leuten mit Neigung zu solchen Perversitäten nicht das falsche Signal zu geben. Tiere als fühlende Wesen genießen in unserem Rechtssystem nach wie vor nur unzureichenden Schutz. In diesem Fall werden nicht nur Hunde zu Opfern, sondern auch Wildtiere wie z. B. Igel. Ich als Tierfreund und Hundebesitzer, dem sein Hund alles bedeutet, dürfte niemandem beim Auslegen erwischen, die Folgen wären für diese Person fatal, völlig egal was das für Konsequenzen für mich selbst hätte...

der_Silvio vor 1 Wochen

Auch wenn ich das nicht für gut heiße, kann ich die Argumentation von Uwezi durchaus nachvollziehen. Nur sind nicht die Tiere Schuld, sondern deren Halter, die die Hinterlassenschaften nur allzuoft liegen lassen, was in meinem Wohnort an der Tagesordnung ist. Ständig muß man sich und den Kindern die Sch***e aus den Schuhsohlen kratzen, was echt widerwärtig ist. Da sollte das Ordnungsamt mehr tun und gegen solche rücksichtslosen Hundehalter konsequenter und mit höheren Strafen vorgehen!
Nichtsdestotrotz gehört diese Frau bestraft.
Und nein, ich bin kein Hundehasser, wenn ich mehr Platz hätte, würden wir einen Familienhund haben.

P.H. vor 1 Wochen

@UWEzi
Was für eine Argumentation ist das denn bitte?
Ich gehöre zu der Hundegruppe die sich an besagter Stelle täglich trifft und mein Hund hat Köder mit Rasierklingen gefressen. Nichts rechtfertigt so ein Verhalten. ich kenne die Person die, die Gftköder verteilt hat. Die Person hatte selbst Hunde. Und ja wir gehören zu den Leuten die IMMER die Hinterlassenschaften unserer Hunde entsorgt und zwar in den Abfalleimer der extra dafür bereitgestellt wurde.

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