Regionalstudio Chemnitz - Nachrichten um 15:30 Uhr


Haftbefehl nach mutmaßlichem Totschlag in Geringswalde

Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Geringswalde hat das Amtsgericht Chemnitz gegen einen 32-jährigen Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Chemnitz mit. Der Mann war am Donnerstag auf dem Hamburger Flughafen gefasst worden. Er habe die Absicht gehabt, Deutschland zu verlassen. Der Mann wird beschuldigt, eine 30-jährige Frau getötet zu haben. Zu den Vorwürfen habe sich der Beschuldigte bislang nicht eingelassen, hieß es. Die Frau war am Mittwoch in ihrer Wohnung leblos mit Stichverletzungen aufgefunden worden.


Telekom-Kunden in Flöha wieder am Netz

Eine Woche nach dem Brand einer Fußgängerbrücke in Flöha sind alle Kunden der Telekom wieder am am Netz. Am Freitagvormittag wurden die Reparaturarbeiten abgeschlossen. Bei dem Feuer war ein Hauptkabel des Unternehmens zerstört worden. Rund 10.000 Nutzer hatten dadurch kein Telefon und Internet. Im Zweischicht-System und mit 25 Mitarbeitern wurden eine provisorische Kabelbrücke errichtet und Leitungen neu verlegt. Die Stadtverwaltung Flöha bereitet unterdessen den Abriss der Fußgängerbrücke vor. Wann damit begonnen werden kann, stehe jedoch noch nicht fest.


Südsee-Interpretation für Zwickauer Kunstsammlungen

Das Zwickauer Max-Pechstein-Museum kann sich über eine weitere Schenkung freuen. Wie die Stadt am Freitag mitteilte, wollen Anfang November die Enkel Pechsteins die Tempera-Malerei „Drei Palauerinnen nach dem Bad" an das Museum übergeben. Das Bild aus dem Jahre 1949 nehme allein aufgrund seiner Größe eine besondere Stellung ein. Die Südsee-Interpretation ist über vier Quadratmeter groß und sei für Pechsteins späte Schaffensphase typisch, hieß es. Das Max-Pechstein-Museum ist seit 2014 wichtiger Bestandteil der Kunstsammlungen Zwickau. Die Dauerausstellung zeigt Werke aus sieben Jahrzehnten. Die Erben hatten der Stadt bereits mehrfach Bilder geschenkt.


Werkstätten im Erzgebirge öffnen Türen

Zum Tag des traditionellen Handwerks im Erzgebirge öffnen am Wochenende über 130 Betriebe und Manufakturen ihre Türen. Der Tag lockt jährlich tausende Besucher in die Werkstätten. Sie können sich in Gewerken, wie Glaskugelblasen, Schmieden und Spanbaum stechen ausprobieren. Im Dorfmuseum Gahlenz werden Reisigbesen gebunden, in Frankenberg wird das Zigarrendrehen gezeigt und in den bekannten Räucherkerzen-Manufakturen darf jedermann seine eigene Duftkomposition kreieren. Der Tag erlebt bereits seine 19. Auflage.


Finale für Zwickauer Geschichtsschau

Die Jubiläumsausstellung zu 900 Jahre Zwickau ist gut angenommen worden. Seit Eröffnung der Schau Mitte Februar kamen rund 9.000 Besucher in die Priesterhäuser, teilte das Museum am Freitag mit. Besonders erfreulich seien der Besuch vieler Schulklassen und die Führungen für Kita-Gruppen gewesen. Die Ausstellung mit Schatzkammer und Geschichten aus 900 Jahren Zwickau ist an diesem Wochenende letztmalig zu sehen. Zu den in der Schatzkammer gezeigten herausragenden Objekten gehören mittelalterliche Urkunden, in Zwickau gefertigtes Porzellan und ein etwa 700 Jahre alter Siegelstempel des Zwickauer Rates.


Erneut Feuer in Plauener Bauernhof

In einem Wohnhaus im Plauener Ortsteil Altchrieschwitz hat es am Freitagvormittag erneut gebrannt. Wie Stadt und Polizei mitteilten, musste das Dach aufgeschnitten werden, um das Feuer zu löschen. Personen seien nicht verletzt worden. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen. Es ist mittlerweile der elfte Brand in vier Jahren, der in Altchrieschwitz gelöscht werden musste. Die meisten Brände trafen diesen alten Bauernhof und dessen Umfeld. Brandursachenermittler haben die Arbeit aufgenommen.


Chemnitz: Staatsschutz ermittelt nach Brand/ Polizei verstärkt Präsenz

Nach dem erneuten Anschlag auf ein ausländisches Restaurant in Chemnitz erhöht die Polizei ihre Präsenz an gefährdeten Orten. Auf unbestimmte Zeit werden Polizeistreifen unter anderem die Umgebung an Asylunterkünften und ausländischen Lokalen intensiv beobachten, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Präsenz werde deutlich sichtbar sein. In der Nacht hatten Unbekannte in einem türkischen Restaurant in Chemnitz Feuer gelegt. Verletzt wurde niemand. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen, weil ein fremdenfeindliches Motiv nicht ausgeschlossen wird.

Zuletzt aktualisiert: 20. Oktober 2018, 15:45 Uhr