Keine absolute Mehrheit Oberbürgermeisterwahlen in Chemnitz und Zwickau: Zweiter Wahlgang erforderlich

Mensch steckt Stimmzettel in eine Wahlurne.
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OB-Wahl in Chemnitz

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Chemnitz hat der SPD-Kandidat Sven Schulze mit 23,06 Prozent die meisten Stimmen geholt. Der bisherige Stadtkämmerer lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der CDU-Politikerin Almut Patt.

Ich freue mich sehr über diesen Vertrauensvorschuss der Chemnitzerinnen und Chemnitzer. Ich wollte überparteilich agieren und auf Augenhöhe mit den Leuten sprechen und ich glaube, dass das Angebot überzeugt hat.

Sven Schulze SPD-Kandidat bei Chemnitzer OB-Wahl

Knapp die Hälfte der wahlberechtigten Chemnitzerinnen und Chemnitzer hatte am Sonntag ihre Stimme abgegeben. Da keiner der insgesamt neun Kandidatinnen und Kandidaten die absolute Mehrheit erzielte, findet am 11. Oktober der zweite Wahlgang statt. Welche der Bewerber noch einmal antreten, entscheidet sich voraussichtlich Anfang der kommenden Woche.


OB-Wahl in Zwickau

In Zwickau hat im ersten Wahlgang der Oberbürgermeisterwahl die CDU-Politikerin Kathrin Köhler mit 31,46 Prozent die meisten Stimmen geholt. Genau wie in Chemnitz erzielte somit niemand die erforderliche absolute Mehrheit. Daher wird es am 11. Oktober einen zweiten Wahlgang geben.

Mit dem Zwischenergebnis bin ich zufrieden, der deutliche Abstand ist ein gutes Zeichen.

Kathrin Köhler CDU-Kandidatin bei Zwickauer OB-Wahl

Alle fünf Kandidatinnen und Kandidaten zeigten sich am Wahlabend enttäuscht über die geringe Wahlbeteiligung. Nur knapp 42 Prozent der wahlberechtigten Zwickauer gaben ihre Stimme ab. Die scheidende Oberbürgermeisterin Pia Findeiß zeigte sich abschließend zumindest darüber erfreut, dass der Wahlkampf fair abgelaufen sei.

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 20.09.2020 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

bunne vor 4 Wochen

Es ist schade, dass die Bürger von Chemnitz wieder einmal die alteingefahrenen Gleise wählen! Es scheint nur SPD und CDU zu geben...Leider ist das wohl aber der Tradition und der hohen Altersstruktur geschuldet. Jetzt genau wäre die Chance, Bewerber mit innovativen Zukunftsplänen für junge Leute zu wählen und alte Strukturen aufzubrechen. Bei allem Respekt: Herr Schulze z.B. wechselt doch nur von einem Zimmer zum anderen. Es gehört endlich frischer Wind in das Rathaus!! Zu tun gibt es genug. Und schafft erst mal eine moderne Infrastruktur (siehe Bahnanschluss), ehe Chemnitz eine Kulturhauptstadt sein soll...also: Jugend-geht wählen! Wenn nicht bisher, dann am 11.10. - es ist EURE ZUKUNFT!
Anmerkung: ich bin 65 Jahre- also kein Teenie. Aber ich denke an die Zukunft.

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