Ein Großes Gebäude an einer Hauptstraße. Die Polizeidirektion in Chemitz
Die Polizeidirektion in Chemnitz. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Amtswechsel Bei der Polizei in Chemnitz hat bald eine Frau das Sagen

Sonja Penzel übernimmt ab August die Leitung der Polizeidirektion Chemnitz. Die 46-Jährige ist die erste Frau an der Spitze einer Polizeidirektion in Sachsen. Doch die Nachfolge verläuft mit Nebengeräuschen.

Ein Großes Gebäude an einer Hauptstraße. Die Polizeidirektion in Chemitz
Die Polizeidirektion in Chemnitz. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Sonja Penzel wird ab 1. August neue Chefin des Polizeipräsidiums Chemnitz. Die 46 Jahre alte Beamtin, die derzeit Referatsleiterin im Sächsischen Innenministerium ist, löst Uwe Reißmann ab, der in den Ruhestand geht. Die Personalie war schon seit längerer Zeit bekannt und wurde am Dienstag vom Sächsischen Innenministerium offiziell bekannt gegeben. Penzel wird die erste Frau in Sachsen sein, die eine Polizeidirektion leitet. Die Polizeidirektion Chemnitz ist die flächenmäßig größte in Sachsen und hat einen Personalbestand von rund 2.000 Beamten und Mitarbeitern.

Frau leitet Generationswechsel ein

Die neue Chefin der Polizeidirektion Chemnitz Sonja Penzel
Ab August neue Chefin der Polizeidirektion Chemnitz: Sonja Penzel. Bildrechte: Sächsisches Staatsministerium des Innern

Sachsens Innenminister Roland Wöller sagte: "Mit dieser Entscheidung leiten wir den Generationenwechsel beim Führungspersonal ein [...] Frau Sonja Penzel wünsche ich viel Erfolg und Geschick beim Meistern der Herausforderungen, mit denen es die Polizei im 21. Jahrhundert aufnehmen muss". Gleichzeitig dankte Wöller dem bisherigen Polizeipräsidenten für seine langjährige Arbeit. Sonja Penzel ist seit September 2015 Chefin des Referats "Technik der Polizei" im Innenministerium. Davor war sie unter anderem Abteilungsleiterin im Landeskriminalamt, Leiterin der Kriminalpolizeiinspektion der Polizeidirektion Leipzig und Dezernatsleiterin in der Polizeidirektion Dresden.

Irritationen um Personalie Reißmann

Uwe Reißmann
Wollte eigentlich noch weitermachen: Der bisherige PD-Chef Uwe Reißmann. Bildrechte: dpa

Um den Wechsel in der Führung der Chemnitzer Polizeidirektion hatte es in den letzten Wochen laut einem Bericht der "Freien Presse" einige Irritationen gegeben. Demnach fühlt sich der bisherige Polizeipräsident Uwe Reißmann übergangen. Laut eigener Aussage hatte der 62-Jährige vom vorherigen Innenminister Markus Ulbig das Angebot bekommen, trotz der Möglichkeit der Pensionierung, mindestens ein Jahr länger im Amt bleiben zu können. Die jetzige öffentliche Anerkennung seiner Leistungen durch das Innenministerium empfindet Reißmann laut dem Zeitungsbericht als "Heuchelei".

Reißmann, der aus Oberfranken stammt, hatte nach der Wende als "Westimport" die sächsische Polizei mit aufgebaut. Seit August 1999 war er Leiter der Polizeidirektion Chemnitz. Davor leitete er die Polizeidirektionen Zwickau und Plauen und war Referatsleiter in der Landespolizeidirektion Chemnitz.

Quelle: MDR/mwa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.06.2018 | 14:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2018, 18:47 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

4 Kommentare

27.06.2018 09:42 MuellerF 4

@1: Laut den Schulterklapppen auf dem Foto: leitende Polizeidirektorin; die Sterne sind in Sachsen eben so statt in einer Linie angeordnet.

Was soll das Gejammer, Herr Reißmann? Hätten Sie als offizielle Begründung für Ihren verfrühten Abgang lieber eine Aufzählung Ihrer begangenen Fehler gehört/gelesen?
Sie sind außerdem ein Staatsdiener, kein Kandidat bei "Wünsch dir was"!

26.06.2018 20:47 Ex - Thüringerin 3

Auf Westimport folgt Westimport - keine fähigen "Ureinwohner"?

26.06.2018 20:22 Einer aus der Frühschicht 2

@ 1 zeitgeist: Inwiefern sollte der Dienstgrad wichtig sein? Sind nicht Fähigkeiten und Kenntnisse der bessere Grund für eine solche Besetzung?

26.06.2018 19:08 zeitgeist 1

Kann denn der MDR hier in dem Artikel den bisherigen Dienstgrad der zukünftigen Chefin nennen.
Ich persönlich wünsche Ihr viel Erfolg.

Mehr aus Sachsen