10.12.2019 | 18:29 Uhr "Revolution Chemnitz" - Angeklagte sagen aus

Justizbeamte geleiten einen Mann durch ein Gebäude
Bildrechte: imago images/HärtelPRESS

Im Prozess gegen die rechtsextreme Gruppierung "Revolution Chemnitz" haben sich erstmals Angeklagte zum Tatvorwurf geäußert. Ein 31-Jähriger sagte, er habe in der Chatgruppe nur Eindruck schinden wollen. Seine Äußerungen seien nicht ernst gemeint gewesen. Unter anderem hatte er im Chat Interesse am Kauf von Waffen bekundet.

Ein zweiter Angeklagter äußerte sich zu den Ereignissen auf der Schlossteichinsel am 14. September 2018. Er gab zu, einem Jugendlichen zwei Mal ins Gesicht geschlagen zu haben. Im Chat will er aber auch vieles nur quergelesen und die Vorhaben nicht für voll genommen haben. Die Vernehmung des Mannes soll am 11. Dezember fortgesetzt werden.

"Probelauf"

Fünf Personen sollen in der Parkanlage bewaffnet mit Glasflaschen, Quarzhandschuhen und einem Elektroimpulsgerät mit weiteren gewaltbereiten Rechtsextremen mehrere Ausländer angegriffen und verletzt haben. Der Übergriff sollte den Ermittlungen zufolge ein "Probelauf" für eine größere geplante Tat im Oktober 2018 gewesen sein.

In dem Verfahren am Oberlandesgericht Sachsen sind acht Männer im Alter von 21 bis 32 Jahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung angeklagt, fünf von ihnen zudem wegen schweren Landfriedensbruchs und einer auch wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Männer, die nach den bisherigen Erkenntnissen der Hooligan-, Skinhead- und Neonazi-Szene im Raum Chemnitz angehören, stehen im Verdacht, einen Umsturz der demokratischen Ordnung mit Waffen geplant zu haben. Kurz vorher wurden sie gefasst.

Quelle: MDR/dpa/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.12.2019 | 18:30 Uhr im Regionalstudio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 10. Dezember 2019, 18:45 Uhr

Mehr aus der Region Chemnitz

Mehr aus Sachsen