16.01.2020 | 16:00 Uhr Verfassungsschutzchef soll im Prozess gegen "Revolution Chemnitz" aussagen

Gordian Meyer-Plath, Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen
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Sachsens Verfassungsschutzpräsident Gordian Meyer-Plath soll im Prozess gegen die mutmaßlich rechte Terrorgruppe "Revolution Chemnitz" aussagen. Das hat die Sprecherin des Oberlandesgerichtes Dresden, Gesine Tews, bestätigt. Der Behördenleiter soll demnach am 23. Januar in den Zeugenstand treten. Hintergrund sind laut Medienberichten mögliche Verbindungen eines der insgesamt acht Beschuldigten zum Verfassungsschutz. Dabei handelt es sich um den mutmaßlichen Rädelsführer der Gruppe. Die acht Männer sollen laut Anklage Anschläge zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2018 in Berlin geplant haben. Tews sagte, die Zeugenaussage von Meyer-Plath finde unter der Überschrift "Erkenntnisse des Verfassungsschutzes zur Gruppe Chemnitz" statt.

Über die Verstrickungen des Hauptbeschuldigten kursieren seit mehr als einem Jahr Gerüchte und widersprüchliche Informationen. Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung soll sich der Hauptbeschuldigte 2015 dem sächsischen Verfassungsschutz angeboten haben. zudem soll es auch vorher Kontakte zwischen der Behörde und dem Mann gegeben haben.

Nächste Verhandlungsrunde am Freitag

Der nächste Verhandlungstag findet am Freitag, den 17. Januar, statt. Die acht mutmaßlichen Rechtsextremisten aus dem Raum Chemnitz stehen seit Ende September in Dresden vor dem Oberlandesgericht. Den Männern im Alter von 21 bis 32 Jahren wird die Gründung einer terroristischen Vereinigung und die Mitgliedschaft darin vorgeworfen. Laut Anklage plante die Gruppe eine "Revolution mit allen Konsequenzen", die einen "Wendepunkt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" darstellen sollte.

Die Beteiligten hatten sich laut Anklage am 10. September 2018 in einem Chat zur Gruppe "Revolution Chemnitz" zusammengeschlossen und Nachrichten geschrieben. Für den geplanten Umsturz hätten sie sich um Waffen bemüht. Die Chatprotokolle flossen in die Anklage ein.

Quelle: MDR/kk/epd

Dieses Thema im Programm im MDR MDR AKTUELL | 16.01.2020 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2020, 16:05 Uhr

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