Nach Brand Aluminum-Recycler erstattet Anzeige gegen Unbekannt

Nach dem Großbrand in einer Freiberger Firma für die Aufbereitung von Aluminium Anfang Juli hat das Unternehmen Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Wie die Firma mitteilte, haben die Ermittlungen vor Ort ergeben, dass es sich eindeutig um Brandstiftung handelte. Zudem sei inzwischen klar, dass zu keinem Zeitpunkt die Grenzwerte für Schadstoffe überschritten worden seien.

Unternehmen schließt Selbstentzündung aus

Patrick Reissner, Mitglied des Vorstandes der Pyral AG, sagte: "Der Spürhund der Polizei konnte den Einsatz von Brandbeschleunigern wittern." Zudem sei Material mit hohem Metallanteil in Brand geraten, dass sich überlicherweise nicht selbst entzünden könne. Der Brand habe sich zudem deutlich von der Grundstücksgrenze aus entwickelt. Das Unternehmen sieht darin "einen klaren Hinweis auf vorsätzliche Brandstiftung von außen". Ein Übergreifen des Feuers auf weitere Lagerflächen und die Gebäude habe durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr und durch Mitarbeiter verhindert werden können.

Das Unternehmen ist seit 2005 in Freiberg ansässig und beschäftigt nach eigenen Angaben 87 Mitarbeiter. Die Firma ist in der Wertstoffgewinnung aktiv und bereitet Aluminiumverbundverpackungen, wie Getränkekartons, Aluminiumtuben, Flaschen- und Kaffeekapseln, auf. In einem mehrstufigen Verfahren würden sortenreines Aluminium sowie reine Buntmetalle gewonnen.

Keine Schadstoffe in der Luft

Ein Messwagen sowie ein sogenannter ABC-Erkunder habe mehrfach Schadstoffmessungen vor Ort und in der Umgebung durchgeführt und keinerlei Überschreitungen festgestellt in der Folge des Feuers festgestellt. Der Grüne Landtagsabgeordnete Volkmar Zschocke könne sich vor Ort davon überzeugen. Ihm werde in Kürze eine Einladung zugeschickt. Die Grünen hatten nach dem Brand eine Aufklärung über mögliche Emissionen gefordert und eine kleine Anfrage zum Vorfall an die Staatsregierung eingereicht.

Es ist nicht das erste Feuer in dem Unternehmen. Anfang September 2009 kam es zu einem Brand auf einem Dresdner Firmengelände, das von der Pyral AG damals als Außenlager genutzt worden war. Die Polizei konnte nach eigenen Angaben jedoch keine Brandursache ermitteln. Im September 2010 brannte es am Standort Freiberg. Die Polizei geht nach eigenen Angaben bei diesem Fall von Brandstiftung aus, ein Täter konnte jedoch nicht ermittelt werden. Am 1. Mai 2014 habe es erneut gebrannt, jedoch sei hierbei Selbstentzündung als Ursache festgestellt worden. Das Feuer zwei Monate später am Standort Mittweida/Lauenhain hatte nach Erkenntnissen der Polizei ebenfalls eine Selbstzündung entfacht.

Zuletzt aktualisiert: 15. Juli 2015, 15:44 Uhr

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