Chemnitz und Morgenröthe-Rautenkranz Mitfiebern beim Raketenstart

Auf einem flachen Gebäude erhebt sich die Nachbildung einer Rakete.
Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Pünktlich 13:12 Uhr ist der deutsche Astronaut Alexander Gerst mit einer Sojus-Rakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur zur Raumstation ISS gestartet. Im Chemnitzer Kosmonautenzentrum und in der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz konnten die Besucher den Start live verfolgen.

Ein Muss für Morgenröthe-Rautenkranz

Besucher drängen sich vor dem Kinoeingang in der Raumfahrtausstellung.
Schon lange vor dem Start drängten die Besucher in den Kinosaal. Bildrechte: MDR/Roland Kühnke

Leiterin Romy Mothes hatte bereits im Vorfeld eine spannende Veranstaltung im Museum erwartet: "Dieses Mal ist es für uns ein "Pflichtprogramm", den Start live zu verfolgen. Man kann sich auch in der Ausstellung umschauen. Dort gibt es zusätzliche Informationen zu Alexander Gerst und seinen Raumflügen." Man könne sogar selbst einmal Weltraumbrot kosten.

Schon in der Mittagszeit drängten sich mehr als 100 Besucher vor dem Kino der Raumfahrtausstellung, um den Start der Sojus-Rakete mit Alexander Gerst zu verfolgen. Für viele ältere Einwohner von Morgenröthe-Rautenkranz war es allein schon deshalb wichtig, weil sie mit dem berühmten Sohn des Ortes, Kosmonaut Sigmund Jähn bekannt sind oder mit ihm seinerzeit die Schulbank gedrückt haben.

Im Foyer der Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz sitzen Zuschauer vor einem Monitor.
Bildrechte: MDR/Roland Kühnke

"Ein Raketenstart ist nichts Alltägliches"

Im Chemnitzer Kosmonautenzentrum "Siegmund Jähn" verfolgten ebenfalls die Raumfahrtenthusiasten den Start der Mission "Horizons" auf dem Bildschirm. Thomas Fankhänel, Leiter des Kosmonautenzentrums, zählte etwa 25 Besucher und war über das Interesse der Chemnitzer erfreut.

Thomas Fankhänel, Leiter des Kosmonautenzentrums "Siegmund Jähn" Chemnitz
Thomas Fankhänel, Leiter des Kosmonautenzentrums "Siegmund Jähn" Chemnitz Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

"Es ist erstaunlich, wie viele Leute heute hier hergekommen sind. Das zeigt doch, dass ein solcher Raketenstart eben nichts Alltägliches ist. Ich war schon aufgeregt. Als der Start nach einer Minute gut verlaufen war, war ich doch sehr beruhigt." Er könne sich noch sehr gut an den missglückten Start der amerikanischen Raumfähre in den 1980er Jahren erinnern. Das sei damals kein gutes Gefühl gewesen.

Mission dauert bis Dezember

In zwei Tagen erreicht das Raumschiff mit den Astronauten die Raumstation ISS. Dann beginnt der Arbeitsalltag für Alexander Gerst und seine beiden Kollegen aus Russland und den USA. Im Oktober wird dann aus dem Crew-Mitglied der "Commander Gerst" - dann übernimmt der Deutsche die Leitung der Raumstation für die verbleibenden 12 Wochen seines Weltraumflugs.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 06.06.2018 | 19:00 Uhr
MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.06.2018 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 06. Juni 2018, 21:01 Uhr

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