Tragisches Unglück im Erzgebirge Zwei Tote bei Unglück mit Pferdeschlitten

Im Erzgebirge sind bei einem Unglück mit einem Pferdeschlitten zwei Menschen ums Leben gekommen. Drei weitere wurden verletzt.

Nach derzeitigem Stand kam der Schlitten in einer Rechtskurve aus bisher unbekannter Ursache von einem Waldweg ab und prallte gegen einen Baum. Dabei wurden der Kutscher und ein 66 Jahre alter Mitfahrer aus dem Schlitten geschleudert. Beide stürzten in ein angrenzendes Waldstück. In Folge des Unfalls gingen die Pferde durch und galoppierten in Richtung S266. Einem 57 Jahre alten Mitfahrer gelang es noch, während der Fahrt abzuspringen. Nach mehr als einem Kilometer landete der Schlitten in einem Straßengraben. Bei der 64-jährigen Frau konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Ihre 54 Jahre alte Mitfahrerin und der zuvor abgesprungene 57 Jahre alte Mann erlitten leichte Verletzungen und wurden in einem Krankenhaus ambulant behandelt.

Eine verunfallte Kutsche steht kaputt am Straßenrand. Ein Krankenwagen steht daneben.
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MDR SACHSENSPIEGEL Do 15.02.2018 19:00Uhr 01:48 min

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Ex-Landrat und Ehefrau kommen ums Leben

Einsatzkräfte fanden kurze Zeit später die beiden in das Waldstück gestürzten Männer. Der 66-Jährige erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Der 59-jährige Kutscher wurde schwerverletzt mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Bei den beiden Toten handelt es sich laut Polizei um den ehemaligen Landrat des Kreises Annaberg-Buchholz, Jürgen Förster, und seine Ehefrau.

Kutschenunfall Erzgebirge
Nachdem die Kutsche gegen einen Baum gefahren war, fuhr sie weiter und stürzte in Kretscham-Rothensehma einen Hang hinab. Bildrechte: MDR/Jens Uhlig

S266 mehrere Stunden voll gesperrt

Die beiden Pferde erlitten bei dem Unfall leichte Verletzungen. Am Schlitten entstand ein Sachschaden von etwa 1.000 Euro. Die Polizei beschlagnahmte den Pferdeschlitten zur weiteren Untersuchung des Unfallhergangs. Informationen, dass der Unfall auf einen Fahrfehler des Kutschers zurückzuführen sei, konnte eine Sprecherin der Polizei MDR SACHSEN nicht bestätigen.

Neben Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften kam ein Kriseninterventionsteam sowie ein Sachverständiger zum Einsatz. Die S 266 zwischen Hammerunterwiesenthal und Neudorf musste von 15 Uhr bis gegen 19 Uhr voll gesperrt werden.

Quelle: MDR/dk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.02.2018 | ab 17:30 Uhr in den Nachrichten aus dem Regionalstudio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2018, 19:57 Uhr