Millionenprojekt Abriss der ehemaligen Halbmond-Teppichfabrik in Oelsnitz/Vogtland beginnt

Hydraulikhammer auf einer Baustelle
Der Abriss der alten Industriegbäude kostet neun Millionen Euro. Bildrechte: dpa

Am Montag beginnt der Abriss der alten Industrieanlagen der Halbmond Teppichwerke im vogtländischen Oelsnitz. Wie die Landesdirektion Sachsen mitteilt, übernehmen Bund und Land 85 Prozent der Abrisskosten von neun Millionen Euro. Die 56.000 Quadratmeter große Industriebrache gegenüber dem Bahnhof Oelsnitz/Vogtland gehört der Stadt. Auf der Fläche werden mehrere alte Produktions- und Lagerhallen sowie Verwaltungsgebäude der ehemaligen Oelsnitzer Teppichproduktion abgetragen. Die Stadt plant auf den frei werdenden Flächen die Ansiedlung von Gewerbe.

Teppiche aus Oelsnitz für den Nahen Osten

Auf dem Gelände in Oelsnitz wurden seit 1880 bis 1990 Teppiche produziert. Damals gründeten Karl W. Koch und Fritz te Kock dort eine Teppichweberei. Auf sie geht auch der Markenname "Halbmond" zurück. In den 1930er-Jahren produzierten hier 2.500 Mitarbeiter Teppiche für den Weltmarkt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Unternehmen verstaatlicht. Beim "VEB Halbmond-Teppiche Oelsnitz/V." wurden Teppiche für das Inland und den Export produziert. Ab den 1960er-Jahren wurden Halbmond-Teppiche sogar in den Nahen Osten geliefert. So etwa beim Neubau der Ashrafieh-Moschee in Jordanien, wo 800 Quadratmeter Oelsnitzer Teppiche verlegt wurden. Seit 1990 wird das Werk als GmbH weitergeführt. Die modernen Produktionshallen befinden sich unweit der Industriebrache.

Ein Facharbeiter an einer Teppichwebmaschine im VEB Halbmondteppich Oelsnitz im Vogtland, aufgenommen im April 1986.
Der VEB Halbmond-Teppiche belieferte sogar Staaten im Nahen Osten mit Orientteppichen "Made in GDR". Bildrechte: dpa

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.11.2020 | 14:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Chemnitz

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