17.11.2019 | 09:50 Uhr Morgenröthe-Rautenkranz: Raumfahrer ehren verstorbenen Sigmund Jähn

Sigmund Jähn und Valery Bykovsky
Jähn (links) war der erste Deutsche im All und bleibt auch nach seinem Tod in der Raumfahrt-Branche eine anerkannte Persönlichkeit. Bildrechte: IMAGO

Mit einer bewegenden Erinnerungsfeier hat die deutsche Raumfahrt Abschied von Sigmund Jähn genommen. Bei der Gedenkveranstaltung am Sonnabend in der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz würdigte Hansjörg Dittus, Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) den ersten Deutschen im All als "tollen Typ".

Wir alle haben Sigmund Jähn sehr, sehr viel zu verdanken

Hansjörg Dittus, DLR-Vorstand
 Der ehemalige ESA-Astronaut Thomas Reiter spricht auf einer Gedenkfeier neben einem Portrait des DDR-Raumfahrers Sigmund Jähn im Deutschen Raumfahrtzentrum.
Wer Rang und Namen in der deutschen Luftfahrt hat, erinnerte an Sigmund Jähn, so auch Astronaut Thomas Reiter. Bildrechte: dpa

Der in Morgenröthe-Rautenkranz geborene Jähn war am 21. September im Alter von 82 Jahren in Straußberg bei Berlin gestorben. Als Kosmonaut war er mit dem Raumschiff "Sojus 31" am 26. August 1978 als erster Deutscher ins All geflogen. Zu den rund 70 geladenen Gästen gehörten Familienangehörige von Sigmund Jähn sowie bis auf Alexander Gerst alle noch lebenden acht deutschen Raumfahrer.

Gerst, der sich zu Trainingszwecken in Neuseeland aufhält, schickte eine Videobotschaft. Er habe von Jähn gelernt, dass man in einem Beruf, bei dem man oft schwebe, auf dem Boden bleiben könne, sagte er. Sigmund Jähn machte nie viel Aufhebens um seinen Ruhm, Medienrummel blieb ihm eher fremd.

Sigmund Jähn war bis zu seinem Tod ein gefragter Fachmann

Kosmonaut Sigmund Jähn im Raumanzug 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.11.2019 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 17. November 2019, 09:46 Uhr

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