Flug in die Stratosphäre NASA an Rodewisch: Sternwartenleiter sicher gelandet

Nach einem Flug in die Stratosphäre ist der Rodewischer Sternwartenleiter Olaf Graf zurück im Vogtland. In 14 Kilometern Höhe konnte er den NASA-Wissenschaftlern bei ihrer Forschung in der fliegenden Sternwarte über die Schulter schauen. Am 12. April stellt er seine Reiseerlebnisse in der Sternwarte Rodewisch vor.

Zwei Männer und zwei Frauen in NASA-Jacken mit Headsets
Olaf Graf zusammen mit den drei anderen deutschen Lehrern an Bord der SOFIA. Bildrechte: Deutsches SOFIA Institut

Olaf Graf, Leiter der Sternwarte Rodewisch, ist von seiner NASA-Reise zurück im Vogtland. Er hatte letzte Woche in den USA an zwei zehnstündigen Forschungsflügen des Stratosphären-Observatoriums SOFIA der Raumfahrtbehörde teilgenommen. Die Flüge führten ihn in eine Höhe von 14 Kilometer. Möglich macht das eine umgebaute Boeing 747, in die ein 2,70-Meter-Teleskop eingebaut wurde.

Im Gespräch mit MDR SACHSEN ist er immer noch begeistert: "So ein Flug in die Stratosphäre wird mit zwei Millionen Dollar angesetzt und da ist es eine große Ehre, wenn man da als Lehrer einmal mitfliegen darf."

Es war ein sehr aufregender und lehrreicher Mitflug. Vor allen Dingen hat mich begeistert, mit welcher Aufgeschlossenheit die Wissenschaftler vor Ort gegenüber uns Lehrern aufgetreten sind und es uns ermöglicht haben ganz viele Dinge live zu sehen.

Olaf Graf Leiter der Sternwarte Rodewisch

Mit der fliegenden Sternwarte wollen die Wissenschaftler die Entwicklung von Milchstraßensystemen erforschen. Außerdem wollen sie herausbekommen, wie Sterne und Sonnensysteme aus Molekül- und Staubwolken entstehen.

Schnee in Südkalifornien gefährdet Flug

Die amerikanische Haushaltssperre hatte den geplanten Flug fast verhindert. Zwei Tage vor dem Reiseantritt Mitte F gab es Entwarnung und Olaf Graf und seine drei deutschen Kollegen konnten die Reise antreten. Vor Ort kam es zu weiteren Komplikationen: Zum ersten Mal seit 25 Jahren gab es Schnee mitten in Südkalifornien. Der Rodewischer und seine Kollegen verlängerten daher spontan ihren Aufenthalt, um es doch noch in die Stratosphäre zu schaffen.

Wie komme ich an einen NASA-Flug? Für das Projekt der NASA kann sich jeder Lehrer oder jeder, der mit Astronomie zu tun hat, bewerben. Diejenigen, die mitfliegen dürfen, sollen dann dazu beitragen, die Themen, mit denen sich die Wissenschaftler beschäftigen, einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Olaf Graf hatte sich mit einem Projekt für frühkindliche Bildung für den Flug beworben. Außerdem wird er in einer Veranstaltungsreihe über seine Reiseerlebnisse berichten. Die erste Veranstaltung findet am 12. April in der Sternwarte Rodewisch statt.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 07.03.2019 | 19:00 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 07. März 2019, 21:38 Uhr

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