16.05.2019 | 12:08 Uhr Verbraucherschützer Auerbach haben viel Arbeit mit Prämiensparverträgen

Die Verbraucherzentrale in Auerbach im Vogtland hat im vergangenen Jahr mehr als 14.000 Beratungen durchgeführt. Damit rangiert die kleine Außenstelle unmittelbar hinter den Beratungszentren in Leipzig, Dresden und Chemnitz. Die meisten Anfragen gab es zu verschiedenen Abzockmaschen. An erster Stelle standen Probleme mit der Schlüsseldienstbranche, teilte die Verbraucherzentrale MDR SACHSEN mit. Reiserechtliche Probleme und die sogenannten Restschuldversicherungen waren ebenso häufig Thema in den Beratungsgesprächen.

Hunderte Kunden lassen Gutachten erstellen

"Ein großer Aufreger sind nach wie vor die Prämiensparverträge der Sparkassen", sagte Verbraucherschützerin Heike Teubner. Kunden der Beratungsstelle Auerbach seien besonders betroffen von den Prämiensparverträgen der Sparkasse Vogtland und der Erzgebirgssparkasse. In Zeiten niedriger Zinsen, drängen Banken Kunden aus den alten Verträgen heraus, die in den 1990er Jahren mit attraktiven Zinsen abgeschlossen wurden. Knapp 400 Leute ließen sich bisher in Auerbach schon Gutachten erstellen. Darin stellten sie die Frage, ob ihr Zins ordnungsgemäß über die Laufzeit vom Prämiensparvertrag angepasst worden ist. Über diesen Streit steht ein Entscheid noch aus. "Natürlich würden wir uns freuen, wenn es einen Vergleich seitens der Sparkasse gäbe", sagte Teubner.

Anfang der Woche entschied der Bundesgerichtshof im Falle der Kreissparkasse Stendal, dass eine vorzeitige Vertragskündigung durchaus rechtens ist. Das Urteil könnte bundesweiten Präzedenzcharakter für viele andere Kunden haben.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.05.2019 | 11:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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