Falsch übermitteltes Testergebnis Laborpanne führt zu Corona-Ausbruch in Klinik in Rodewisch

Ein Mitarbeiter der Johanniter-Unfall-Hilfe nimmt für einen Corona-Test einen Abstrich von einer Frau.
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Durch eine Laborpanne sind zehn Patienten und sieben Mitarbeiter am Sächsischen Krankenhaus in Rodewisch mit Corona infiziert worden. Wie die Sprecherin der psychiatrischen Klinik, Maria Rank, mitteilte, wurde ein Patient nach einem falsch übermittelten Testergebnis vorzeitig aus einem Isolierzimmer entlassen.

"Der Patient wurde am 11. Oktober bei uns aufgenommen. Er ist nach unserem Hygienekonzept dann sofort in ein Einzelzimmer isoliert worden", sagte der Leiter des Rodewischer Krankenhauses, Christoph Schultz am Freitag auf Anfrage von MDR SACHSEN. Am darauffolgenden Tag sei dann der Abstrich erfolgt, der am übernächsten Tag vom Labor gegen 11 Uhr zunächst negativ beschieden wurde. "Daraufhin ist der Patient wieder entisoliert worden, konnte sich auf Station frei bewegen und an Therapien teilnehmen", so Schultz.

Das zuständige Labor - außerhalb des Vogtlandkreises - revidierte das Ergebnis wenige Stunden später gegen 16 Uhr. Der betreffende Patient sei daraufhin umgehend verlegt und die gesamte Station unter Quarantäne gestellt worden.

Der Vogtlandkreis hat aufgrund des steigenden Inzidenzwertes von aktuell 50,2 auf 100.000 Einwohner eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Diese gilt ab Sonnabend.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.10.2020 | ab 8:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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