Vogtland Apotheker organisieren Schnelltestzentrum in Ellefeld

Schnelltest-Zentrum Ellefeld
Die Schnellteststation wurde in einem Imbiss des ehemaligen Einkaufsmarktes in Ellefeld eingerichtet. Bildrechte: MDR/Bernd Schädlich

Im Vogtland betreiben ab sofort mehrere Apotheker aus dem Göltzschtal im ehemaligen Einkaufsmarkt der Gemeinde Ellefeld ein Corona-Schnelltestzentrum. Apotheker Daniel Mädler hat die Idee für das Testzentrum gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung realisiert. Der leer stehende Markt sei ideal dafür.

"Wir haben hier ein großes, leer stehendes Gebäude, wo man Leute durchschleusen kann", so Mädler. Das sei besser als ein Gebäude, in dem man in einem Wartezimmer sitzt. Ausgestattet wurde das neue Zentrum mit Tischen und Plexiglasscheiben. Außerdem wurden Laufwege markiert.

Zwei Männer mit einem Plakat mit Hinweisen zum Schnelltest-Zentrum Ellefeld
Apotheker Daniel Mädler (links) und ein Mitarbeiter des Ellefelder Bauhofs haben am Dienstag noch die letzten Vorbereitungen für das Schnelltestzentrum durchgeführt. Bildrechte: MDR/Bernd Schädlich

An vier Tagen pro Woche ist das Testzentrum nun geöffnet. Zunächst sind zwölf Tests pro Stunde geplant. Die Arbeit teilt sich der Ellefelder Apotheker mit Kollegen aus Auerbach, Treuen und Falkenstein. Nachfragen gäbe es derzeit genügend, bestätigt Ellefelds Bürgermeister Jörg Kerber. "Im Moment sind wir heute bei 18 Anmeldungen, auch für die nächsten Tage sind schon Tests vorreserviert", sagt er.  "Gestern hatten wir auch eine Anfrage von einer Firma. Das sind 15 Personen, die sich dort testen lassen wollen."

Anmeldung über Ellefelder Gemeindeverwaltung

Eine Anmeldung ist Pflicht, entweder online oder telefonisch. Beides läuft über die Gemeindeverwaltung. 35 Euro kostet der Test, innerhalb von 20 Minuten gibt es ein Ergebnis. Das sei natürlich nur eine Momentaufnahme, so Mädler. "Ich denke die Leute wollen auch erstmal kurzfristig Sicherheit haben", sagt er. "Die meisten, mit denen ich gesprochen habe, sagen: 'Mein Kollege, mein Angehöriger wurde positiv getestet, mir geht es eigentlich gut. Aber ich möchte trotzdem wissen, ob ich mich nicht doch angesteckt habe.'"

Hohe Nachfrage in Falkenstein

Genau diese Erfahrung macht auch Apotheker Robert Herold aus dem benachbarten Falkenstein. Er testet schon seit Silvester in Eigenregie. "Wir haben im Moment 52 Tests gemacht, hatten vier positive Fälle – zwei, die das nur nochmal bestätigt haben wollten und zwei völlig neue positive", erzählt er.

Positive Tests werden generell ans Gesundheitsamt gemeldet und Betroffene müssen danach zwingend noch einen PCR-Test durchführen lassen. Für Bürgermeister Jörg Kerber sind die Schnelltestangebote auf jeden Fall ein Pluspunkt im Kampf gegen die Pandemie. "Die Zahlen sind hoch im Vogtland, alles was dabei helfen kann, die Situation abzuschwächen oder durchzustehen, ist gut", sagt er.  

Quelle: MDR/al/bs

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.01.2020 | 14:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Chemnitz

1 Kommentar

Querdenker vor 7 Wochen

Zitat: "Mein Kollege, mein Angehöriger wurde positiv getestet, mir geht es eigentlich gut. Aber ich möchte trotzdem wissen, ob ich mich nicht doch angesteckt habe."

Die Inkubationszeit liegt - im Mittel - bei etwa 7 Tage. Ein Schnelltest ist nur eine Momentaufnahme, welche einem für den - selben Tag – etwas mehr Sicherheit bietet.

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Zitat: „Positive Tests werden generell ans Gesundheitsamt gemeldet und Betroffene müssen danach zwingend noch einen PCR-Test durchführen lassen.“

Der zwingende PCR-Test ist auch richtig so, denn Schnelltests sind weniger genau (Stichwort „positiv prädiktive Wert (PPW)).

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Die obere Preisgrenze für die Beschaffung von einem Schnelltest (Sachkosten) beträgt etwa 9 Euro (siehe "kbv media PraxisInfo Testung Coronavirus Abrechnung und Vergütung Antigen-Schnelltest").

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