21.04.2020 | 16:03 Uhr | Update Kurzarbeit an Vogtlandkliniken - Scharfe Kritik an Paracelsus-Gruppe

Ein Krankenpfleger geht über einen Flur im Krankenhaus.
Symbolbild Bildrechte: dpa

Die Paracelsus-Gruppe hat für zwei Krankenhäuser im Vogtland Kurzarbeit angekündigt. Wie eine Sprecherin bestätigte, werden ab kommender Woche Reichenbach sowie zum Monatsende einige Abteilungen am Standort Adorf/Schöneck betroffen seien.

Aufstockung des Kurzarbeitergeldes

Zur Begründung hieß es, dass Betten für mögliche Corona-Patienten freigehalten werden müssten. Das wirke sich auf den OP-Plan aus, geplante Eingriffe müssten verschoben werden. Das Kurzarbeitergeld für die betroffenen Mitarbeiter werde auf 93 bis 95 Prozent aufgestockt, Entlassungen werde es nicht geben. Sobald medizinisch planbare Eingriffe wieder erfolgen könnten, werde die Kurzarbeit beendet.

Kritik an Kurzarbeit in Vogtlandkliniken

CDU-Gesundheitspolitiker Alexander Krauß hat die Paracelsus-Krankenhaus-Gruppe scharf kritisiert. "Hier wird das Instrument der Kurzarbeit schamlos missbraucht", kritisierte Krauß. Die Krankenhäuser erhielten pro leer stehendem Bett und Tag 560 Euro. Das sei mehr als kostendeckend. Obendrein auch noch Kurzarbeit abkassieren zu wollen, sei eine Frechheit, so Krauß. Er gehe davon aus, dass die Bundesagentur für Arbeit den Antrag auf Kurzarbeitergeld ablehnen werde.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 21.04.2020 | 10:30 Uhr

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