25.05.2019 | 16:30 Uhr Integrationsfest Plauen setzt Zeichen gegen Rechts

Integrationsfest Plauen
Bildrechte: MDR/Bettina Wobst

Am Sonnabend hat Plauen ein Fest für und mit Menschen mit Behinderung unter dem Motto "Voll normal" gefeiert. Schon im Vorfeld sorgte das Fest für viel Aufsehen. Ein Akteur sagte aus Angst seine Teilnahme ab. Ursache der Angst war eine in unmittelbarer Nachbarschaft des Fests stattfindende Kundgebung der rechtsextremistischen Kleinstpartei "Der Dritte Weg".

Das Landratsamt, die Diakonie und der Runde Tisch Plauen riefen die Bürger dazu auf, die Veranstaltung zahlreich zu besuchen und damit auch ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. "Das deutlichste Zeichen gegen Ausgrenzung ist, dass das Fest wie geplant stattfindet", sagte Organisator Sven Delitsch. Der Einladung folgten viele Menschen, beim "Dritten Weg" blieb es eher leer.

Bis auf zwei Personen mit strafrechtlich relevanten T-Shirts bei der Veranstaltung vom "Dritten Weg", gab es keine Beeinträchtigungen des Festes.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 25.05.2019 | 19:00 Uhr

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15 Kommentare

27.05.2019 12:41 Kirchenmitglied 15

@Andrea (14), "Dieses ständige Polarisieren in den Medien - 'links, rechts, Mitte, liberal ...' ist m. E. Nonsens."
Stimmt! Aber genauso ist es Nonsens, die Menschen in Gesunde und Behinderte einzuteilen. Viele erzkonservativ beeinflusste Leute, besonders hier in Sachsen, tun das immer wieder. Deshalb gehen Behinderte von Zeit zu Zeit auf die Straße, um ihre Rechte durchzusetzen. So ist es auch am Sonnabend in Plauen geschehen. Nichts anderes ist Inklusion. Wenn man hier das Geschriebene anschaut, dann wird man den Eindruck nicht los, dass da einige ganz massiv etwas gegen Inklusion haben.

27.05.2019 10:17 Andrea 14

Dieses ständige Polarisieren in den Medien - "links, rechts, Mitte, liberal ..." ist m. E. Nonsens. Es gibt keine schwarz-weiße-Welt. Es handelt sich jedenfalls um Menschen. Aber es gibt den Spruch: Teile und herrsche. Divide et impera!

26.05.2019 21:09 NN 13

Werter MDR : Danke für Ihre Reaktion. Wenn Sie mir - "viele Menschen" und "eher leer" erläuterten, wäre das hilfreich. Denn wenn sich 30 Leute in einer Bäckerei befinden dann sind das "viele Menschen", befindet sich dieselbe Anzahl auf dem Dresdner Neumarkt , dann ist der "eher leer". Haben Sie, außer Meinungen, konkrete Zahlen?

-- Sie berichten über den Absagegrund EINES Teilnehmers. Warum stellt diese EINE Aussage plötzlich einen Zusammenhang zwischen völlig unabhängigen Ereignissen dar? Hätte Dieser wegen einer Schlechtwetterfront abgesagt, wäre Ihnen das eine Zeile wert gewesen?

26.05.2019 21:01 mare nostrum 12

Ich dachte gerade über Wege nach:

Der erste Weg ist der Hinweg,
der zweite der Rückweg.
Der dritte Weg muss demnach der über den Jordan - sprich in die Wüste - sein;
deswegen "blieb es beim 'Dritten Weg' in Plauen eher leer.

Man korrigiere mich, sollte ich auf dem Irrweg sein!

26.05.2019 19:48 aus Dresden 11

Der Zusammenhang zwischen der Veranstaltung dieser Splitterpartei und dem "Integrationsfest" ist tatsächlich reichlich konstruiert. Auch wenn die Nähe einer Veranstaltung von Extremisten sicher die Stimmung verschlechtern kann. Letztlich handelt es sich die Äußerung des Akteurs und deren Aufnahme in die eigene Argumentation.
Komplett absurd ist, damit ein Zeichen gegen "rechts" setzen zu wollen (so Landratsamt, die Diakonie und der Runde Tisch Plauen) und damit gegen eine gesamte Hälfte des politischen Spektrums. Eine spiegelverkehrte Äußerung ("Zeichen gegen links") mit Bezug auf die Veranstaltung von MLPD und ähnlichen Gruppierungen zeigt die Absurdität.
Von Seiten des Landratsamtes dürfte auch ein eindeutiger Verstoße gegen dass staatliche Neutralitätsgebot bestehen.

26.05.2019 18:46 NN 10

Hatten die Veranstaltungen etwas miteinander zutun? War das Integrationsfest die Gegenveranstaltung zum Treffen der "Kleinstpartei" oder umgekehrt? Falls die Veranstaltungen, wie vermutet, einfach garnichts miteinander zu tun hatten, stellt dann nur die Presse einen Zusammenhang dar? Es erweckt den Eindruck, dass man das Fest tatsächlich "instrumentalisiert" hat, um gegen Rechts zu sein. Demnächst ruft das Landratsamt zum Besuch der Geflügelzüchter auf, weil in der Nähe der "IV. Weg" demonstriert? - Etwas sinnentstellend ist die Aussage (gekürzt) ""Das deutlichste Zeichen gegen Ausgrenzung ist...",,- gegen etwas zu sein. --- "viele Menschen" und "eher leer" hat mit objektiver Berichterstattung rein garnichts zu tun, hier wird nur das Gefühl des Berichtenden erwähnt. Das sollte so nicht in einem professionellen Artikel stehen. Werter MDR können Sie bitte (wie bei Nr. 6) dazu Stellung nehmen? Danke


[Liebe/r NN,
im Falle dieses Berichtes ergibt sich der Zusammenhang aufgrund der Äußerungen eines Akteurs im Rahmen des Intergrationsfestes: "Ein Akteur sagte aus Angst seine Teilnahme ab. Ursache der Angst war eine in unmittelbarer Nachbarschaft des Fests stattfindende Kundgebung der rechtsextremistischen Kleinstpartei "Der Dritte Weg"."

Ihre MDR.de-Redaktion ]

26.05.2019 18:21 Sachse43 9

Diese Hetze vom steuergeldbezahltem MDR gegenüber Parteien ist schier unerträglich!

[Lieber Sachse43,
den Vorwurf der Hetze weisen wir entschieden zurück. Aufgabe der Öffentlich-rechtlichen Medien ist eine nach journalistischen Standards ausgerichtete Berichterstattung. Im betreffenden Beitrag wurde keine Wertung einer Partei vorgenommen, jedoch wurde ein Bericht der Ereignisse geliefert. Wie Sie diesen bewerten steht Ihnen frei.
Zusätzlich weisen wir darauf hin, dass die Öffentlich-rechtlichen Programme nicht über Steuern finanziert werden, sondern über den Rundfunkbeitrag.

Ihre MDR.de-Redaktion]

26.05.2019 17:20 Mustermann 8

War denn überhaupt der Ministerpräsident von Sachsen Herr Kretschmar vor Ort? Der wollte doch kommen. Leider kann ich dem Artikel das nicht entnehmen.

D.W. kann ich dem Artikel auch nicht entnehmen, ob es sich bei den Behinderten um geistige und/oder körperlich Behinderte handelt? Eigentlich egal aber interessant zu wissen. Vor allem bei ersteren würde das ein Geschmäckle haben. Ich sag nur Instrumentalisierung.

Also MDR - wenn diese Informationen noch in meinen Gebühren enthalten ist, dann bitte nachreichen.

Danke!

26.05.2019 16:52 Frank Böttcher 7

Sven Delitsch setzt ein Zeichen gegen Ausgrenzung?
Für einige (ehemalige) Mitarbeiter der Diakonie Auerbach ist das der Gipfel der Heuchelei! 6

26.05.2019 15:01 Wo geht es hin? 6

Gab es Überlebende? Es hat sich wieder mal gezeigt, wer hier wirklich Hass und Hetze betreibt. Da werden Ängste, Hysterie und Spaltung unter gütiger Mithilfe der willfährigen Medien geschürt, dass es nur so kracht. Wie sagte der Bürgermeister von Plauen sinngemäß so treffend? Schuld an dem ganzen Rummel sind die Medien. Dem kann man nur beipflichten.

[Liebe/r Wo geht es hin,
den Vorwurf von willfährigem Handeln weisen wir ausdrücklich zurück. Das journalistische Arbeiten ist an gewisse Richtlinien gebunden, in keinem Fall jedoch politisch abhängig. Genau das macht das Konzept des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus. An dieser Stelle verweisen wir gerne auf die Journalistischen Kompetenzen innerhalb der ARD: http://www.ard.de/home/die-ard/fakten/Journalistische_Kompetenz_in_der_ARD/4126834/index.html
Ihre MDR.de-Redaktion]

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