20.11.2019 | 15:17 Uhr Autozulieferer Continental bestätigt Stellenabbau in Limbach-Oberfrohna

Der Automobilzulieferer Continental treibt den Konzernumbau voran. Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch mitteilte, hat der Aufsichtsrat dem im September angekündigten Abbau von rund 20.000 Stellen weltweit zugestimmt.

Werkseingang Continental Limbach-Oberfrohna
Im sächsischen Continental-Werk in Limbach-Oberfrohna sollen 860 Stellen wegfallen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In einer ersten Welle sollen weltweit gut 5.000 Stellen abgebaut werden. Im sächsischen Werk in Limbach-Oberfrohna werden 860 Stellen wegfallen. Die verbleibenden 370 Mitarbeiter sollen in andere Arbeitsbereiche versetzt werden, heißt es vom Konzern. Auch betriebsbedingte Kündigungen werden derzeit nicht ausgeschlossen.

Industrie wird zu hohem Anpassungstempo gezwungen

Das Unternehmen reagiert mit dem Umbau nach eigenen Angaben auf den Rückgang der weltweiten Automobilproduktion und die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt. Ein weiterer Grund sei der Technologiewandel im Antriebsbereich, der durch verschärfte Abgasgesetze beschleunigt werde. Mit dem Umbau will der Konzern seine jährlichen Kosten um 500 Millionen Euro senken.

Aus für Hydraulik-Geschäft

Im Zuge der Umstrukturierung verkündete der Autozulieferer das Aus für das Geschäft mit Hydraulik-Technik für Verbrennungsmotoren. Die Fertigung der Komponenten für Benzin- und Dieselantriebe soll "in den kommenden Jahren" auslaufen, so das Unternehmen. Die Hydraulik-Nachfrage sei eingebrochen. Bisher stellt Continental dafür Teile wie Hochdruckpumpen oder Einspritzdüsen in Limbach-Oberfrohna her. Vor der Sitzung des Aufsichtsrates am Mittwoch in Hannover hatten Hunderte Continental-Mitarbeiter aus ganz Deutschland gegen die geplanten Stellenstreichungen protestiert.

Quelle: MDR/reuters/fg

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