Mitarbeiter der Stadtreinigung stellen einen neuen Papierkorb auf.
Bildrechte: Ellen Liebner

18.09.2019 | 17:15 Uhr Intelligente Mülltonne soll in Plauen illegale Müllentsorgung verhindern

Mitarbeiter der Stadtreinigung stellen einen neuen Papierkorb auf.
Bildrechte: Ellen Liebner

"Abfallhai" so nennt sich ein neuartiger High-Tech Papierkorb, der in Plauen für mehr Sauberkeit sorgen soll. Entwickelt wurden die Tonnen von einer Schweizer Firma. In Zürich und in Wien sind sie bereits Standard. Für die Stadt Plauen kam das Angebot der Schweizer Firma, die intelligente Mülltonne ein Jahr lang zu testen, wie gerufen. Denn seit die neue Kreisabfallsatzung gilt, werden in der Vogtlandstadt zunehmend Papierkörbe mit Hausabfällen zugemüllt, sagt Lutz Armbruster von der Städtischen Gebäude- und Anlagenverwaltung.

Papierkorb nach zwei Stunden schon wieder voll

"Das ist wirklich ein Problem. Da es keine Jahresgebühr mehr gibt, sondern jede Tonne extra bezahlt werden muss, schmeißen die Leute ihren Hausmüll lieber in öffentliche Papierkörbe", sagt Armbruster und fügt an: "Es gibt es Fälle, wo der Papierkorb keine zwei Stunden nach der Leerung schon wieder mit Hausmüll gefüllt ist." Damit blieben die Entsorgungskosten von rund 200 Euro pro Tonne bei der Stadt hängen. Nun soll es der sogenannte "Abfallhai" mit seinem Haizahn inmitten des Behältereinwurfs richten.

"Das Besondere ist, dass die Einwurfschlitze relativ schmal sind und durch den sogenannten  Haizahn vermieden werden soll, dass Hausmüll in größeren Tüten entsorgt werden kann", sagt Armbruster. Mit einem Volumen von 110 Litern fassen die hochwertigen Edelstahlbehälter nach Angaben der Stadt mehr Abfälle als die herkömmlichen Papierkörbe im Stadtgebiet. "Sie halten auch dem um sich greifenden Vandalismus besser stand", meint Tino Forkel, Mitarbeiter im städtischen Bauhof, der mit seinem Team dabei ist, die 15 Testbehälter nach und nach zu montieren.

"Abfallhai" sendet Mitteilung aufs Handy, wenn er voll ist

Neben seiner Form hat der Behälter noch eine besondere Raffinesse. Am "Abfallhai" ist eine elektronische Füllstandsmessung angebracht. Ist der Behälter voll, sendet ein Sensor im Inneren des Kübels aufs Handy oder einen PC im Bauhof die Botschaft: "Bitte leeren". Allerdings hat diese Technik auch ihren Preis. Entscheidet sich die Stadt nach der einjährigen Testphase für das Papierkorbsystem, dann müsste sie pro High-Tech-Behälter rund 1.800 Euro berappen.  

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.09.2019 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 18. September 2019, 17:14 Uhr

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