16.02.2020 | 18:50 Uhr Nach Rassismusvorwürfen gegen VfB Auerbach: Sportgericht leitet Verfahren ein

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Nach dem Abbruch des B-Jugend-Regionalligaspiels VfB Auerbach gegen Hertha BSC im Dezember wegen Rassismusvorwürfen hat das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) die Berliner verwarnt und gegen zwei Auerbacher Spieler sportgerichtliche Verfahren eingeleitet.

Das Gericht geht davon aus, dass Spieler von Hertha BSC rassistisch beleidigt worden sind. Zugleich wird kritisiert, dass dieses Verhalten während der Partie "weder den Schiedsrichtern noch anderen Spielbeteiligten beziehungsweise Verantwortlichen konkret und detailliert angezeigt" wurde, so der Fußball-Verband. Wegen des daraufhin erfolgten eigenmächtigen Spielabbruchs wurde die Verwarnung ausgesprochen.

Spielabbrüche sind nach den Statuten der Fußballverbände - immer als letztes aller möglichen Mittel - allein durch die Schiedsrichter anzuordnen.

Nordostdeutscher Fußball-Verband

Weiterhin erklärte der NOFV, dass die Berliner mit ihrem Verhalten die Aufklärung des Sachverhalts verhindert hätten. Auch sei durch "durch derart überstürzte und unstrukturierte Aktionen" der "wichtige und nachhaltige Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung" mehr behindert als gefördert worden.

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Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 16.02.2020 | 19:00 Uhr

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