Erschütterungen seit Donnerstag Im Vogtland bebt mal wieder die Erde

Im Vogtland hat erneut die Erde gebebt. Allerdings lösten die sogenannten Schwarmbeben mit einer Magnitude eher ein Zittern aus. Aktuell lag das Epizentrum auf tschechischem Gebiet zwischen Luby und Novy Kostel. Das stärkste Beben am Donnerstagnachmittag besaß nach Messungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine Magnitude von 2,9. Dieses sowie weitere Erschütterungen seien von Menschen in der Region gespürt worden. Bis Freitagvormittag wurden insgesamt mehr als 20 Erdbeben mit Magnituden größer als 2 sowie Hunderte von kleineren Mikrobeben registriert. Es sei nicht auszuschließen, dass der Erdbebenschwarm sich weiter fortsetze und auch an Stärke zunehme, hieß es.

Erdbebenschwärme typisch

Die Region Vogtland/Nordwest-Böhmen gehört gemeinsam mit dem Oberrheingraben, der Niederrheinischen Bucht und der Schwäbischen Alb zu den seismisch aktivsten Regionen Deutschlands.

"Erdbebenschwärme sind für die Region Vogtland und Nordwest-Böhmen typisch und treten dort schon seit Jahrhunderten auf", teilte die BGR am Freitag in Hannover mit. Zentrales Merkmal sei die große Anzahl von Beben ähnlicher Magnitude innerhalb kurzer Zeit und nahezu am selben Ort.

Seismograph
Erdbeben werden mit Seismographen gemessen. Die Magnitude gibt dabei die beim Beben freigesetzte Energie an. Ab Magnitude 5 kann es gefährlich werden. Bildrechte: IMAGO

Quelle: MDR/dk

Dieses Thema im Programm des MDR MDR Aktuell | 11.05.2018 | 16:30 Uhr in den Hörfunk-Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 11. Mai 2018, 17:20 Uhr

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