06.01.2020 | 08:15 Uhr Stadt Plauen wehrt sich gegen Tretminen

Die Stadt Plauen will ab Montag Hundehalter wieder verstärkt in die Pflicht nehmen. Mitarbeiter des Ordnungsamts sollen Verstöße gegen die Leinenpflicht und achtlos hinterlassene "Tretminen" ahnden.

In Halle sind nicht weggeräumte Hundehaufen ein Ärgernis.
Bildrechte: Lukas Kammer

In der Stadtverwaltung Plauen gehen gehäuft Beschwerden über die Hinterlassenschaften von Hunden auf Wegen und Wiesen ein. Wie die Stadt mitteilte, besteht das Problem nahezu im gesamten Stadtgebiet. Dabei gebe es nicht nur Hundehalter, die die Haufen ihrer Vierbeiner nicht wegräumten, sondern auch Besitzer, die sich nicht an die Leinenpflicht hielten.

Dagegen will die Stadt ab dieser Woche verstärkt mit Kontrollen vorgehen. Wer die Tretmine seines Hundes liegen lässt, müsse mit einer Geldbuße von fünf bis 1.000 Euro rechnen, hieß es. Die Regeln der Polizeiverordnung sind auf der Webseite der Stadt Plauen einsehbar.

Diskussion auch unter Hundefreunden

Dass es einige schwarze Schafe unter den Hundebesitzern gibt, ist auch in sozialen Netzwerken nachzulesen. Auf der Facebook-Seite "Hundefreunde aus Plauen/Vogtland" wurde bereits mehrfach in den letzten Monaten auf das Problem hingewiesen: "In manchen Bereichen der Stadt liegt so viel Hundekot, dass es fast schon unmöglich ist, nicht irgendwo reinzutreten." Die Hundefreunde sollten Leute ansprechen, die die Hinterlassenschaften nicht wegräumen. "Am Ende müssen sonst wieder die Tiere leiden, weil irgend so ein 'Spinner' wieder meint, das Problem auf eine andere Art lösen zu wollen."

Damit wird auf ein weiteres Problem angespielt. Immer wieder legen Unbekannte Giftköder aus. Nicht nur in Plauen, aber auch hier haben Hundebesitzer ihre Lieblinge bereits verloren, zum Beispiel wegen am Elsterufer ausgelegten Brötchen, die mit Rattengift versetzt waren.

Auf Facebook wünschen sich die Hundefreunde von der Stadt verstärkte Kontrollen: Die Verwarngebühr solle so ausfallen, "dass es richtig weh tut im Portemonnaie". Dem wird die Stadt ab dieser Woche nun offenbar nachgehen.

Quelle: MDR/nk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.01.2020 | 17:30 Uhr in den Nachrichten aus dem Regionalstudio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 06. Januar 2020, 08:15 Uhr

4 Kommentare

Andreas Urstadt vor 1 Wochen

Etwas einseitig berichtet, es handelt sich in Plauen und um Plauen herum in der Regel um Kothaufen relativ großer Hunde, die nicht weggemacht werden und das liegt vermutlich daran, dass die Hundekotbeutel eher zu klein sind. Den Test kann jeder machen, einfach handelsübliche Kotbeutel kaufen und testen. Es muss auch Maxihundekotbeutel geben. Je weniger problematisch die Verbindung Kotbeutel / Kot ist, desto entspannter kann der Kot entsorgt werden. Denn es gibt eigentlich keine Kothaufen kleiner Hunde. Das kann jeder überprüfen und es ist eigentlich auch überall so.

Problematisch an Plauen sind die großen Hunde, die ohne Leine um Plauen herum laufen, was legal ist, trotzdem problematisch.

Stefan Der vor 1 Wochen

Es kann so einfach sein. Da es ja immer problematisch ist, den Verursacher auf frischer Tat zu erwischen, empfiehlt sich die Methode aus Erfurt. Wer als Hundebesitzer mit seinem Hund im Stadtgebiet Gassi geht und keine geeigneten Tüten zur Beseitigung der Hinterlassenschaften vorweisen kann, bezahlt 20€ Bußgeld. Bessere Kontrolle ist so allemal gegeben.

bert adorf vor 1 Wochen

Faule Ausrede! Warum muss es ein Beutel sein? Die Leute könnten auch mit Schubkarre oder Eimer und Schaufel Gassi gehen. Man muss nur wollen.

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