17.01.2020 | 11:48 Uhr | Update Totes Neugeborenes in Plauen lebte bei Geburt noch

Wohnblock
In diesem Wohnhaus in Plauen wurde der Säugling gefunden. Bildrechte: TeleNewsNetwork

Im Fall der Babyleiche von Plauen liegt jetzt das Obduktionsergebnis vor. Wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, wurde bei der Untersuchung festgestellt, dass der Säugling lebend zur Welt kam. Die Todesursache konnte bislang noch nicht geklärt werden. Dazu würden weitere Untersuchungen durchgeführt, hieß es. Allerdings hätten sich keine Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung gefunden. Die 30 Jahre alte Mutter des Kindes wird weiterhin intensivmedizinisch behandelt und ist nicht vernehmungsfähig.

Spürhund im Einsatz - Babyleiche war in verwahrloster Wohnung versteckt

Das tote Neugeborene war am Dienstag gefunden worden. Der Rettungsdienst war in die Wohnung der Frau gerufen worden. Er sollte der 30-Jährigen medizinische Hilfe leisten. Dabei stellten die Sanitäter fest, dass es offensichtlich eine Geburt gegeben hat. Sie konnten jedoch kein neugeborenes Kind finden. Die hinzugerufenen Polizeibeamten leiteten umgehend Suchmaßnahmen in der Wohnung sowie im gesamten Umfeld ein. Auch ein Spürhund kam zum Einsatz. Am Nachmittag konnten Beamte der Kriminalpolizei das tote Neugeborene in der verwahrlosten Wohnung auffinden.

Die Babyleiche sei versteckt gewesen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Jürgen Pfeiffer. Nähere Angaben wollte er wegen der laufenden Ermittlungen dazu nicht machen. Die Rettungskräfte seien von der Mutter der 30-Jährigen gerufen worden. "Sie wollte ihre Tochter besuchen und hat sie so vorgefunden." Die Frau ist als Crystal-Konsumentin bekannt. Gegen sie wird wegen des Verdachts auf Totschlag ermittelt.

In den kommenden Tagen soll das Baby rechtsmedizinisch untersucht werden. Dabei soll insbesondere geklärt werden, ob es bei der Geburt gelebt hat. Außerdem sei noch unklar, wann das Baby geboren wurde. Die 30-Jährige sei aufgrund ihres Gesundheitszustandes derzeit nicht vernehmungsfähig, so die Staatsanwaltschaft. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht und wird dort intensivmediznisch behandelt.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.01.2020 | 12:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 17. Januar 2020, 11:48 Uhr

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