Länderbahn Trilex Modernisierter Triebwagen wurde in Neumark vorgestellt

Enthüllung des überarbeiteten Triebwagens
Vor seinem ersten Einsatz wird der umgebaute Triebwagen am Mittwoch und Donnerstag in Bautzen, Görlitz und Dresden der Öffentlichkeit präsentiert. Bildrechte: Bernd Schädlich

Im vogtländischen Neumark ist am Nachmittag der erste modernisierte "Trilex"-Triebwagen vorgestellt worden. Der "Desiro" genannte Zug soll künftig bei der Länderbahn in Ostsachsen eingesetzt werden. Der Zug ist der erste von insgesamt 26 Fahrzeugen, die bis 2022 in Neumark umgebaut werden. Der Geschäftsführer der Länderbahn, Wolfgang Pollety, sagte, dass damit die Wertschöpfungskette in Sachsen bleibe.

Millioneninvestition für mehr Komfort

Drei Personen im Cockpit des Triebwagens
Der neue Zug soll bei der Länderbahn in Ostsachsen eingesetzt werden. Bildrechte: Bernd Schädlich

Die 26 Triebwagen werden für insgesamt vier Millionen Euro modernisiert. Wolfgang Pollety will mit der Modernisierung vor allem den Komfort für die Reisenden erhöhen. "Es gibt in den Triebwagen WLAN, USB-Steckdosen und Arbeitstische." Aber auch neue Monitore, Informationsanzeigen, eine neue Polsterung und Lichtschutzfolien an den Fenstern seien eingebaut worden.

Ministerpräsident Kretschmer: Weitere Investition in den ÖPNV

Gruppe von Personen mit Mundschutz besichtigt eine Werkshalle. Vorne mittig Sachsens MP Michael Kretschmer.
Sachsen übernimmt in der Corona-Zeit Teile der Verluste der Nahverkehrsunternehmen. Bildrechte: Bernd Schädlich

Bei der Triebwagen-Weihe in Neumark lobte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Modernisierung der Fahrzeugflotte: "ÖPNV ist ganz zentral für die großen Städte. Aber für den ländlichen Raum ist die Vernetzung wichtig, um den Arbeitsplatz auch ohne eigenes Fahrzeug zu erreichen." Deswegen wolle der Freistaat trotz schwieriger werdender Haushaltssituation weiter in Bus und Bahn investieren. Auch konkrete Hilfe in der Corona-Zeit sei wichtig. "Wir übernehmen 70 Prozent der Verluste der Nahverkehrsunternehmen." Damit sei die größte Sorge von den Unternehmen und den Zweckverbänden vor einem wirtschaftlichem Aus genommen.

orang-weißer Triebwagen
26 Triebwagen wurden modernisiert. Bildrechte: Bernd Schädlich

Vor seinem ersten Einsatz wird der umgebaute Triebwagen am Mittwoch und Donnerstag in Bautzen, Görlitz und Dresden der Öffentlichkeit präsentiert.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.09.2020 | 07:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

4 Kommentare

Lothar Thomas vor 2 Wochen

Kann man bei ein paar neuen Steckdosen und Arbeitstischen schon von Modernisierungen sprechen?

Ich bin ja mal gespannt, wie es sich auf den neuen Sitzen so reisen lässt.

Bei der Bahn gibt es ja Sitze, die man lieber schnell wieder verlässt.

Na ja, WIR WERDEN SEHEN, sprach der Blinde zum Gehörlosen.

Warten wir mal ab, wann sich für Mich die Gelegenheit ergibt, mit diesen modernisierten Zügen zu reisen.

Ich bin mal gespannt, bei den vielen Vorschusslorbeeren.

Aber bedient werden die "neuen" Züge doch hoffentlich noch von einem Triebfahrzeugführer?

5 G soll ja erst noch aufgebaut werden.

Vor allem sind ja erst einmal wieder die Arbeitsplätze in Neumark gesichert.

Dann ist ja das Geld gut und sicher angelegt.

Bleibt eigentlich nur noch zu wünschen,
ALLZEIT GUTE FAHRT ! ! !


Lothar Thomas vor 2 Wochen

Die Wagen, zwischen Leipzig und Chemnitz wurden meines Wissens nach von der DB "renoviert" und nicht in Neumark, dass nicht mehr zur DB gehört.

Zum Anderen, wer stellt sich nicht gerne zur Schau, wenn es mal was zum fotografieren gibt, also ich kenne keinen Politiker, der solch einen Anlass auslassen würde.

Schaut er nicht Zufrieden und Strahlend aus?

Bei den ganzen anderen Problemen, die sonst noch ausstehen kein Wunder.


andreas1058 vor 2 Wochen

Ermutigend, dass immerhin 26 Fahrzeuge modernisiert werden sollen und dann auf Nebenstrecken eingesetzt werden. Doch der radikale und ruinöse Rückbau von hunderten Schienen-Kilometern allein in Sachsen, der bewussten Verwahrlosung von Eisenbahnvermögen durch die DB und ihrer Tochterunternehmen, der kopflosen Trimmung der DB zu einer Aktiengesellschaft und nicht zuletzt fehlende Aktivitäten des Eigentümers, in Gestallt der CSU-geführten Bundesverkehrsminister, haben große Landstriche wissentlich und vorsätzlich von ehemals funktionierender Bahninfrastruktur abgehängt und sich dem Schicksal überlassen.
Und ja........die fehlenden Fernbahnverbindungen von und nach Chemnitz sind ein verkehrspolitischer Skandal und ein Totalversagen der Verantwortlichen.....aber das interessiert scheinbar nicht

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