25.02.2020 | 19:23 Uhr Neues Stadtteilzentrum gegen rechtsextreme Aktivitäten in Plauen

Blick auf den Marktplatz von Plauen mit dem Alten Rathaus samt prächtigem Renaissance-Giebel.
Plauener Marktplatz Bildrechte: dpa

Im vogtländischen Plauen will eine Initiative der Evangelisch-Lutherischen Markus-Paulus-Kirchgemeinde und der Arbeitsloseninitiative Sachsen ein neues Kinder- und Jugendzentrum aufbauen. Das neue Zentrum soll im Stadtteil Haselbrunn entstehen, als Gegengewicht zu einem Partei- und Bürgerbüro, das die rechtsextreme Kleinstpartei "Der Dritte Weg" dort betreibt.

Alternative für rechtsextreme Angebote

Das neue Stadtteilzentrum solle Räume schaffen, um Probleme gemeinsam zu lösen, sagte Pfarrer Andreas Vödisch am Dienstag in der Markuskirche. Gerade in Haselbrunn sei laut Pfarrer Vödisch der Zuspruch in der Bevölkerung für die Angebote der rechtsextremen Kleinstpartei besonders spürbar. In deren Partei- und Bürgerbüro werde mit Essensausgabe, Kampfsportangeboten für Kinder und einer Kleiderkammer ausschließlich für Deutsche gelockt.

Tagesangebote und Treffpunkt schaffen

Dem will die Initiative etwas entgegensetzen. Vorerst will die Kirchgemeinde Räume in der Markuskirche bereitstellen, um dort das Kinder- und Jugendzentrum zu etablieren sowie Vereine und Beratungsstellen ins Boot zu holen. So soll Platz geschaffen werden, um Tagesangebote für Kinder auszuweiten. Ein Stadtteil-Fest, Treffpunkte für verschiedene Bevölkerungsgruppen, Beratungsräume und unterschiedliche Vereinsaktivitäten sind für die Zukunft angedacht.

Quelle: MDR/dpa/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.02.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2020, 19:23 Uhr

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