Ein Mann mit Basecap sitzt in Handschellen auf der Anklagebank.
Bildrechte: MDR/Harry Härtel

Landgericht Chemnitz Prozess um Toten auf Feld in Oederan vertagt

Ein Mann mit Basecap sitzt in Handschellen auf der Anklagebank.
Bildrechte: MDR/Harry Härtel

Kurz nach dem Prozessauftakt gegen einen Mann aus Niederwiesa ist die Verhandlung vor dem Landgericht Chemnitz vertagt worden. Der Verteidiger des 32-jährigen Angeklagten sagte, sein Mandant wolle sich am 2. Februar zu den Tatvorwürfen äußern. Der Angeklagte steht wegen Totschlags und unerlaubten Entfernens vom Unfallort vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, einen 38-jährigen Familienvater aus Chemnitz nach einem Streit absichtlich überfahren zu haben.

Familienvater wurde von Auto überrollt

Der vollbesetzte Verhandlungssaal am Landgericht Chemnitz.
Großes öffentliches Interesse beim Prozessauftakt. Bildrechte: MDR/Harry Härtel

Den Ermittlungen zufolge sollte der Angeklagte im Frühjahr vergangenen Jahres dem Familienvater ein Auto beschaffen. Kurz vor der Tat seien beide darüber in Streit geraten. Die Männer hätten zunächst zusammen im Auto gesessen, bis der 38-Jährige ausgestiegen sei und nach Hause laufen wollte. Darauf hin sei er vom mutmaßlichen Täter überfahren worden. Die Leiche wurde am darauffolgenden Tag auf einem Feld in Breitenau, einem Ortsteil von Oederan gefunden. Den Obduktionsergebnissen nach starb der Familienvater unmittelbar nach der Tat an den schweren Verletzungen.

Anklage wegen Totschlags

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Totschlags erhoben, weil nach ihrer Ansicht die Beweislage für eine Anklage wegen Mordes zu unsicher ist. Sollte sich die Beweislage im Verlauf des Prozesses ändern, bestehe durchaus die Möglichkeit, den Mann wegen Mordes anzuklagen, sagte eine Gerichtssprecherin MDR SACHSEN.

Die Polizei hatte öffentlich nach dem 32-jährigen Angeklagten gefahndet. Einen Tag nach dem Aufruf stellte sich der Mann und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Der Beschuldigte war bereits wegen Betrugs und Unterschlagung bei einem vorgetäuschten Autokauf zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden. Für die Verhandlung sind insgesamt 18 Verhandlungstage angesetzt.

Quelle: MDR/dpa/bh

Über dieses Thema berichtet MDR Sachsen auch im Radio : MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.01.2018 | ab 6:00 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2018, 15:30 Uhr

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5 Kommentare

13.01.2018 20:24 Nis 5

Nein zu den gehöre ich nicht. So einseitig denke ich nicht!! Wenn Sie das so genau wissen, dann müssten sie ja ein großer Bestandteil dieser Sache sein? Ohje... Solche Menschen wie Sie tun mir nur leid. Ihre letzte Frage beantworte ich mal lieber nicht. Dann fangen sie gleich weiter an einseitig zu denken.

13.01.2018 14:31 Susi 4

@ 3 also gehören sie zu die Menschen wo der Täter ein Opfer ist, Pfui Teufel !!!!!!!!!!!!!!! nochmals es war grauenvoller Mord , sind wo selber nicht betroffen davon ????

13.01.2018 09:16 Nis 3

Liebe Susi,
Wenn ich Ihr Kommentar lese wird mir schlecht. Genau durch solche Menschen wie Sie kommen falsche Vermutungen im Umlauf. Ich würde sie gern mal an irgendeiner Stelle sehen was dies betrifft. Sie sind genau so ein Mensch der nur gerade aus schaut und nicht einmal nach rechts oder links. Bitte lassen Sie solche Unterstellungen und dummen Kommentare. Auch sie Herr Peschel. Wer weiß was sie Privat tun. Wenn ich es an die große Glocke hängen würde, was denken Sie was am Ende raus kommt. Man kann alles ins negative oder positive ziehen. ALLES... deswegen einfach mal hinter die Kulissen blicken.

12.01.2018 08:12 Thomas Peschel 2

Ich kenne diesen Mann schon jahrelang aus dem Fitnessstudio als freundlichen Menschen, der allerdings selnem täglichem Muskeltraining regelrecht verfallen war. Einer regulären Arbeit schien er auch nicht nachgegangen zu sein, denn er verbrachte jeden Vormittag im Studio (auch Sa/So), wer weiß, womit er seinen Lebensunterhalt bestritt.

11.01.2018 14:10 Susi 1

das war nicht Totschlag sondern eiskalter Mord so etwas , was denkt sich eigentlich dieses Gericht ??
es waren wo nicht ihre Angehörigen ??