Turnen Bundestags-Ausschuss soll Vorwürfe gegen Trainerin aus Chemnitz prüfen

Sportausschuss im Bundestag zum Thema Rechtsextremismus im Fussball
Der Sportausschuss des Bundestages kümmert sich um die Förderung und Finanzierugn des Spitzensports. Nun sollen sich die Mitglieder mit Vorwürfen gegen eine Bundestrainerin befassen. Bildrechte: imago images / Christian Ditsch

Der Sportausschuss des Bundestages soll sich mit den Vorwürfen gegen die vom Olympiastützpunkt Chemnitz beurlaubte Turn-Trainerin Gabriele Frehse beschäftigen. Das sagte der Ausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag im Magazin "Der Spiegel". Die SPD-Politikerin erklärte, der Deutsche Turner-Bund, Bundestrainer und auch der Leiter des Olympiastützpunktes würden mit Bundesmitteln gefördert.

Wir werden sicher die Vorwürfe der Athletinnen aufgreifen. Ich sehe jedenfalls Handlungsbedarf.

Dagmar Freitag Vorsitzende Sportausschuss des Bundestages

Olympischer Sportbund reagiert auch

Auch der Deutsche Olympische Sportbund wird sich mit den Anschuldigungen gegen die Turn-Trainerin Frehse beschäftigen. Veronika Rücker sagte Sonnabend nach der Mitgliederversammlung der Dachorganisation: "Wir haben entschieden, die Untersuchung, die der Deutsche Turnerbund in seinem Bundesstützpunkt begonnen hat, auf den Olympiastützpunkt auszuweiten."

Pauline Schäfer
Pauline Schäfer und andere Turnerinnen hatten öffentlich Vorwürfe gegen ihre Trainerin in Chemnitz erhoben. Bildrechte: IMAGO

Mehrere Turnerinnen hatten gegen Frehse schwere Vorwürfe erhoben. Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer, deren Schwester Helene und weitere Turnerinnen sagten, sie seien schikaniert worden, ihnen seien Medikamente ohne ärztliche Verordnung verabreicht worden und Widerspruch sei nie zugelassen worden. Die Trainerin hatte das zurückgewiesen. In Interviews mit dem MDR sprach sie von Unwahrheiten und haltlosen Vorwürfen.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.12.2020 | 12:00 Uhr in den Nachrichten

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