Das Hauptgebäude der TU Chemnitz
Bildrechte: TU Chemnitz/Dirk Hanus

14.11.2019 | 15:10 Uhr Studium in Chemnitz weniger beliebt

Das Hauptgebäude der TU Chemnitz
Bildrechte: TU Chemnitz/Dirk Hanus

Die TU Chemnitz hat in diesem Wintersemester weniger Studienanfänger als im Vorjahr. Nach Angaben der Universität haben sich 2.145 neue Studenten eingeschrieben. Das sind fast zwanzig Prozent weniger als 2018. Sprecher Mario Steinebach hält mehrere Gründe für wahrscheinlich. Zu MDR SACHSEN sagte er: "Zum einen war die TU Chemnitz 2016, gezwungen für 33 Studiengänge einen Numerus Clausus einzuführen. Das war damals ein Drittel unseres Studienangebotes." Eine zweite, wohl nicht unwesentliche, Ursache seien aber die Ereignisse der Stadt Chemnitz, denn: "die zeichneten doch über eine längere Zeit ein sehr negatives Bild von Chemnitz und es wird vermutlich auch noch eine gewisse Zeit nachwirken und damit werden wir bestimmt auch noch in Zukunft zu kämpfen haben."

Studierende sitzen im Großen Hörsaal der TU Chemnitz
2018 hatten sich noch 2.660 Studenten eingeschrieben. Bildrechte: dpa

Bereits im Oktober 2018 hatte Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange in einem "Freie Presse"-Interview vorausgesagt, dass die Ereignisse nicht ohne Folgen für die TU Chemnitz bleiben würden. "Bilder von fremdenfeindlichen Protesten wirken abschreckend. Wer die Wahl zwischen verschiedenen Standorten hat, wird sich dann eher nicht für den entscheiden, der bei ihm eine gewisse Verunsicherung auslöst", so Stange damals.

Perspektivisch soll die Zahl von derzeit 108.000 Studenten im Freistaat zum Studienjahr 2024/2026 auf 95.000 sinken, da Mittel aus dem Hochschulpakt im Jahr 2023 auslaufen.

Quelle: MDR/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN- Das Sachsenradio | 14.11.2019 | 14:30 Uhr in den Regionalnachrichten St

Zuletzt aktualisiert: 14. November 2019, 15:10 Uhr

12 Kommentare

MDR-Team vor 3 Wochen

Lieber Janes, um die Argumentation mit Fakten zu unterlegen, möchten wir Sie bitten, ihre Äußerungen auch mit Quellen zu belegen. Für eine sachliche Diskussion anhand von Fakten wäre das hilfreich. Danke und liebe Grüße aus der MDR.de-Redaktion

KoZ vor 3 Wochen

Meiner Meinung nach liegt es daran, dass Chemnitz an sich eher unattraktiv ist. Schlechte Anbindung des ÖPNV, wenn man ausserhalb wohnt und ein relativ schlechtes Freizeitgestaltungsprogramm. Wie viele Clubs haben beispielsweise in den letzten 10 Jahren in Chemnitz geschlossen? Hätte ich meinen Studiengang damals auch in C studieren können, hätte es mich trotzdem in die deutlich schönere Landeshauptstadt DD verschlagen, welche übrigens trotz PEGIDA (welche nicht einmalig ist, im Gegensatz zu den Ereignissen in Chemnitz), solche Probleme nicht hat.
In der Dresdner Neustadt wird man von Clubs und Kneipen schon fast erschlagen und bekommt als Student noch teilweise Rabatt, weshalb man sich dort fragt, wie diese ganzen Einrichtungen nebeneinander existieren können. Das wäre in Chemnitz undenkbar.

Janes vor 3 Wochen

Die Uni kann sehr viel selbst steuern. Etwa, in dem sie gute Arbeit leisten, die sich unter den Studenten herum spricht. ABer wie gesagt....direkt ansprechend ist der Studienort generell nicht. Und das hat noch nicht mal was mit Frau Stange zutun.

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