Neue Haftanstalt Rechtsterroristin Zschäpe nach Chemnitz verlegt

Die verurteilte NSU-Terroristin Beate Zschäpe ist am Montag von München ins Frauengefängnis nach Chemnitz verlegt worden. Zuvor hatte die Thüringerin eine "heimatnahe Unterbringung" beantragt.

Die Rechtsterroristin Beate Zschäpe sitzt seit Montag im Frauengefängnis Chemnitz in Haft. Die Verlegung der 44-Jährigen von München nach Sachsen verlief nach Angaben der Justizvollzugsanstalt (JVA) Chemnitz reibungslos. Zschäpe hatte beim Oberlandesgericht München eine "heimatnahe Unterbringung" beantragt. Für weibliche Gefangene ist in Sachsen die Chemnitzer JVA zuständig. Auch Straftäterinnen aus Thüringen werden, gemäß einem Abkommen mit Sachsen, in Chemnitz untergebracht.

Zehnfacher Mord mit rechtsterroristischem Hintergrund

Zschäpe, die aus Thüringen stammt, war im Juli 2018 wegen zehnfachen Mordes und der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach Auffassung des Gerichtes hatte sie zusammen mit ihren Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos eine rechtsextremistische Terrorzelle gebildet. Dem Trio werden zehn Morde zugeschrieben. Die Opfer waren Gewerbetreibende mit griechischen und türkischen Wurzeln und eine junge Polizistin. Gegen die Entscheidung des Münchner Oberlandesgerichtes wollen die Anwälte Zschäpes Revision einlegen, sobald die schriftliche Begründung des Urteils vorliegt.

Einzelhaft in JVA Chemnitz

Eine Sprecherin der JVA Chemnitz sagte MDR SACHSEN, Zschäpe befinde sich noch immer in Untersuchungshaft. Daher werde sie in einem Einzelhaftraum im Bereich für Untersuchungsgefangene untergebracht. Dort werde sie wie jede andere Untersuchungsgefangene behandelt. Besuchsanfragen leitet die JVA Chemnitz an das Oberlandesgericht München weiter. Dieses entscheidet über die Anfragen.

Quelle: MDR/mwa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.02.2019 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 04. Februar 2019, 17:46 Uhr

Mehr aus der Region Chemnitz

Mehr aus Sachsen