Abgehängt Flixbus macht Bogen um Zschopau und Marienberg

Bis zum Montag konnten Busreisende von Marienberg und Zschopau mit dem Flixbus bis Prag oder Erfurt reisen. Seit Dienstag hält das Unternehmen dort nicht mehr. Die Erzgebirgsstädte fühlen sich abgehängt.

Die beiden Erzgebirgsstädte Zschopau und Marienberg werden seit Dienstag nicht mehr von Flixbussen angesteuert. Bisher lagen die beiden Städte an der Strecke von Erfurt nach Prag. Mit Beginn des Winterfahrplans hat Flixbus die Streckenführung geändert. Die Busse von Erfurt in die tschechische Hauptstadt fahren jetzt über Dresden. Das Unternehmen hatte als Begründung für die Streckenänderung eine "ständige Optimierung der Routen" genannt.

Zschopau hofft auf die Zukunft

Zschopaus Oberbürgermeister Arne Sigmund ist traurig, dass Flixbus die Region nicht mehr anfährt. "Für eine Stadt wie Zschopau war eine solche Busverbindung ein kleines Tor zur Welt. Wenn das jetzt nicht mehr geöffnet ist, fühlen wir uns im ländlichen Raum abgehängt." Gleichzeitig mahnt er auch andere Möglichkeiten an, Zwickau besser mit größeren Städten wie Chemnitz zu verbinden. "Wenn ich sehe, dass ich am späteren Abend nicht mehr von Chemnitz nach Hause komme, ganz gleich, ob mit Bus oder Bahn, dann kann das nicht sein." Gerade junge Leute würden dann doch gleich in die Stadt ziehen, wenn sie Arbeit und Freizeitangebote nur mit dem Auto erreichen könnten.
Flixbus wird nach eigenen Angaben in nächster Zukunft keine anderen Haltestellen im Erzgebirge in seine Linienplanung aufnehmen.

Zschopauer, die mit Bus oder Bahn von Chemnitz nach Hause fahren, können am Abend 18:45 Uhr den letzten Bus in Chemnitz nehmen. Der letzte Zug der Erzgebirgsbahn fährt am Abend 22.36 Uhr von Chemnitz Richtung Zschopau.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR | 06.11.2018 | 17:30 Uhr

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Zuletzt aktualisiert: 06. November 2018, 17:22 Uhr

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