Corona-Pandemie Tierpatenschaften helfen Tierpark Hirschfeld durch die Krise

Neues Wisentgehege im Tierpark Hirschfeld.
Der Tierpark Hirschfeld verzeichnet 2020 so viele Tierpatenschaften wie nie zuvor. Bildrechte: Tierpark Hirschfeld

Trotz der coronabedingten Schließung herrscht hinter den Zäunen und in den Gehegen des Tierpark Hirschfelds reger Betrieb. Die Tiere müssen weiterhin versorgt werden. Einen Motivationsschub erhalten die Mitarbeiter dabei von den Tierparkfans. Diese zeigen ihre Unterstützung auf ganz unterschiedliche Art, wie Tierparkchefin Ramona Demmler berichtet.

"Wir haben im vergangenen Jahr 180 Tierpatenschaften abschließen können. Das sind fast 200 Prozent mehr als sonst, so will ich es mal sagen", so Demmler. Auch 2021 seien die Tierpatenschaften bereits sehr gut angelaufen. "Wir kommen kaum hinterher die Patenschaftsurkunden auszustellen und natürlich dann auch wegzuschicken", erzählt die Tierparkchefin. Der Tierpark beheimatet über 500 Tiere aus 90 Arten. Auch Gutscheine für den Tierpark würden sehr gut laufen. "Und dann gibt es noch die, die nur die Tiere im Kopf haben und die bringen auch ab und zu Bananen oder Kastanien vorbei", sagt Demmler.

Tiere vermissen die Tierparkbesucher

Dabei ist es nicht nur so, dass die Tiere den Besuchern fehlen, auch umgekehrt vermissen die Tiere die Besucher. Vor allem den Affen würden die Besucher fehlen. Sie reagieren auf Menschen und Hunde, die am Gehege vorbeigehen und nun fehle die Abwechslung. Das könne nicht zu einhundert Prozent von den Tierpflegern kompensiert werden. "Bei den Papageien ist das ähnlich, auch das sind Tiere, die die Besucher mögen", erzählt Demmler. "Sie interagieren, indem sie dann rauskommen aus den Innenvolieren, egal wie das Wetter ist und versuchen, mit den Menschen Kontakt aufzunehmen."

Hoffnung auf Öffnung zu Ostern

Ramona Demmler hofft, dass sie den Tierpark spätestens Anfang April, pünktlich zur Osterzeit, wieder öffnen darf. "Unsere Kosten laufen ja weiter", sagt sie. "Die Löhne müssen weiterlaufen für die Tierpfleger. Die Tiere müssen versorgt werden. Wir können also kein Homeoffice machen und alle zu Hause bleiben." Im Gegenteil, bei den Temperaturen im Schnee und im Eis müssten sich alle Mitarbeiter verfügbar halten. Das reiße ein Riesenloch in das Budget des Tierparks. "Wir können also wirklich nur hoffen, dass wir wenigstens ans Ostergeschäft kommen", so Demmler. "Ostern ist bei uns immer ein Highlight im Jahr. Und wenn auch dort die Einnahmen noch fehlen, dann wird es ein ganz, ganz schlimmes Jahr."

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.01.2021 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Chemnitz

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