26.05.2020 | 17:58 Uhr VW erweitert Karosserie-Presswerk in Zwickau

Volkswagen will in Zwickau künftig mehr Teile für seine Elektroautos selbst fertigen. Dafür baut das Unternehmen sein Presswerk in Zwickau aus. Das Großprojekt liegt laut VW trotz der Corona-Krise im Plan.

Der erste von fünf Pressköpfen (r) mit einem Gewicht von 125 Tonnen erreicht das erweiterte Presswerk von Volkswagen Sachsen in Zwickau. Mit der neuen Presse im XL-Format will VW in dem Zwickauer Werk künftig nahezu alle Karosserieteile für seine Elektroautos selbst fertigen
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Mit einer neuen Presse im XL-Format will Volkswagen in seinem Zwickauer Werk künftig nahezu alle Karosserieteile für seine Elektroautos selbst fertigen. Am Dienstag wurde der erste von fünf Pressenköpfen mit einem Gewicht von 125 Tonnen angeliefert und in eine neu gebaute Halle des erweiterten Presswerks am Standort Zwickau-Mosel transportiert.

Werksleiter Andreas Rittrich sagte, mit der neuen Großpresse könnten ab Sommer 2021 zusätzlich 8.000 Teile am Tag produziert werden. Der Aufbau der 26 Millionen Euro teuren Presse zieht sich den Angaben zufolge über einen Zeitraum von neun Monaten hin. Ab Februar soll die 90 Meter lange Anlage dann in den Testbetrieb gehen.

Seitenteile für den neuen ID.3 werden im Presswerk von Volkswagen Sachsen in Zwickau transportiert.
Auch solche Seitenteile des neuen ID.3 sollen mit der neuen Presse gefertigt werden. Bildrechte: dpa

Projekt liegt trotz Corona im Plan

Trotz Corona-Pandemie liege das Projekt mit Kosten von 78 Millionen Euro im Zeitplan. So komme das neue Kopfstück der Presse per Schiff direkt aus Brasilien, sagte Projektleiter Ronny Günther. Weitere Bestandteile seien rechtzeitig aus China zugeliefert und zum Teil während der coronabedingten Werksschließung eingebaut worden. Selbst mit Lieferanten aus Italien oder Spanien laufe alles nach Plan.

Die Erweiterung des Presswerks mit derzeit 240 Mitarbeitern ist Teil des Umbaus des Zwickauer Werks zur E-Auto-Fabrik, in den VW seit Anfang 2019 mehr als 1,2 Milliarden Euro investiert hat. Mithilfe der neuen Presse und einer weiteren Großpresse, die bereits seit mehreren Jahren im Einsatz ist, soll zunächst die komplette Außenhaut des E-Modells "ID.3" gefertigt werden. Später sollen Teile für weitere E-Autos des Konzerns folgen.

Derzeit werden in Zwickau täglich 150 E-Autos in zwei Schichten gebaut, ab Juni soll die Produktion auf 225 Stück und Drei-Schicht-Betrieb hochgefahren werden. Ziel des Autobauers ist es, ab Sommer 2021 jeden Tag 1.500 Elektroautos in Zwickau zu produzieren.

Quelle: MDR/kb/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 26.05.2020 | 19:00 Uhr

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