Polizei vermutet Straftat 1.500 Liter Diesel sickern in Werdau ins Erdreich

Der Sachschaden ist überschaubar, doch der Schaden für die Umwelt noch nicht: Die Polizei sucht Zeugen, nachdem sich in Werdau Unbekannte an einer Diesellok zu schaffen gemacht haben.

Diesellok Werdau
Bildrechte: Bundespolizei Klingenthal

Am Bahnhof Werdau sind in der vergangenen Nacht rund 1.500 Liter Diesel ins Erdreich gesickert. Die Bundespolizei geht davon aus, das Unbekannte den Kraftstoff-Ablasshahn geöffnet hatten. Ein technischer Defekt sei nach jetzigem Stand auszuschließen. Die Lok eines Bauzuges sei am Mittwoch gegen 17 Uhr abgestellt worden. Am Donnerstag gegen 10 Uhr habe ein Lokführer den auslaufenden Kraftstoff entdeckt.

Schaden für die Umwelt noch unklar

Der Schaden durch den fehlenden Diesel beläuft sich auf etwa 1.500 Euro, der Schaden an der Umwelt dürfte wesentlich höher liegen und steht noch nicht fest. "Zwar gelangte der Kraftstoff in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes in die örtliche Straßenentwässerung, jedoch von dort nicht weiter, sodass eine Gefährdung der Bevölkerung ausgeschlossen werden kann", so die Polizei.

Die Bundespolizei ermittelt wegen einer besonders schweren Straftat und sucht Zeugen.

Quelle: MDR/dk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.10.2018 | ab 18:30 Uhr in den Nachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2018, 19:49 Uhr

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