Max Pechstein, Liegendes Mädchen, 1910
Max Pechsteins "Liegendes Mädchen" von 1910 ist in der Ausstellung ebenfalls zu sehen. Bildrechte: Jörg Müller, Pechstein Hamburg / Tökendorf

"Back to Paradise" Sonderausstellung in Zwickau zeigt mehr als 120 expressionistische Kunstwerke

Max Pechstein, einer der größten expressionistischen Maler und Mitglied der Künstlergruppe Brücke, wurde 1881 in Zwickau geboren. Dort sind in einer Sonderausstellung expressionistische Gemälde und Zeichnungen vereint.

Max Pechstein, Liegendes Mädchen, 1910
Max Pechsteins "Liegendes Mädchen" von 1910 ist in der Ausstellung ebenfalls zu sehen. Bildrechte: Jörg Müller, Pechstein Hamburg / Tökendorf

Zwickau steht seit Freitag ganz im Zeichen der großen Expressionisten. Am Abend wurde im Max-Pechstein-Museum eine Sonderausstellung mit dem Titel "Back to Paradise. Meisterwerke des Expressionismus" eröffnet. Gezeigt werden bis zum 6. Januar 2019 mehr als 120 Arbeiten von deutschen und Schweizer Expressionisten. Initiator der Sonderschau ist das Institut für Kulturaustausch Tübingen. Gezeigt werden Werke aus der Schweizer Sammlung Häuptli im Aargauer Kunsthaus und der Sammlung im Osthaus Museum Hagen. Die Gegenüberstellung von ausgewählten Meisterwerken aus beiden Sammlungen soll die verschiedenen Ausrichtungen innerhalb der expressionistischen Strömung sichtbar machen. Die ausgestellten Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken geben einen Überblick über das expressionistische Schaffen in Deutschland in der Zeit von 1905 bis 1938.

"Brücke", "Blauer Reiter" und "Neue Künstlervereinigung München"

Alexej von Jawlensky, Mädchenkopf mit rotem Turban und gelber Agraffe (Barbarenfürstin), um 1912
Alexej von Jawlensky, Mädchenkopf mit rotem Turban und gelber Agraffe (Barbarenfürstin), um 1912 Bildrechte: Achim Kukulies, Düsseldorf

Museumschefin Petra Lewey freut sich, das "Who is Who" der gezeigten expressionistischen Künstler in Zwickau zeigen zu können. "In der Ausstellung sind die wichtigen Vertreter des deutschen Expressionismus zu erleben. Einen großen Teil nimmt die Künstlergruppe "Brücke" ein, die 1905 in Dresden gegründet wurde. Zu dieser Gruppe gehörten Ernst Ludwig Kirchner, Erich Häckel, Karl Schmidt-Rottluff, aber auch Emil Nolde oder Otto Müller."
Aber auch Wassily Kandinsky, Jawlensky, Gabriele Münter, Franz Marc oder August Macke von den Künstlergruppen "Blauer Reiter" und "Neue Künstlervereinigung München" seien vertreten. "Wir haben aber auch Werke von Feininger, der einer der wichtigen Bauhausmeister war."

Umfangreiches Begleitprogramm

Die Kunstsammlungen Zwickau bieten ein umfangreiches Begleitprogramm zur Ausstellung an an. Dazu gehören Themenführungen, Konzerte und Lesungen. Außerdem wird es am 8. November ein wissenschaftliches Symposium unter dem Titel "TANZkunst! - Max Pechstein: Bühne, Parkett, Manege" geben.

Quelle: MDR/tfr

Ein schlossartiges Gebäude mit Turm, davor ein Schild " Kunstsammlungen Zwickau".
Das Max-Pechstein-Museum zeigt in einer Sonderausstellung mehr als 120 Werke des Expressionismus. Bildrechte: Stadt Zwickau, Gregor Lorenz

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.09.2018 | ab 08:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 14.09.2018 | 19:00 Uhr

AKTUELLES AUS SACHSEN

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2018, 19:55 Uhr

Mehr aus Sachsen