Hoffnung Haribo stoppt Abbau der Maschinen in Wilkau-Haßlau

Protest am Haribo-Werk Wilkau-Haßlau
Seit Wochen protestieren die Beschäftigten gegen die Werksschließung von Haribo in Wilkau-Haßlau. Bildrechte: Ralph Köhler

Haribo hat nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) den Abbau des Maschinenparks in seinem Werk in Wilkau-Haßlau gestoppt. Die Gewerkschafter verbinden damit die Hoffnung, dass die Verhandlungen des Unternehmens mit dem Süßwarenkonkurrenten Katjes ernsthaft geführt würden. Katjes hatte Interesse an einer möglichen Übernahme des Standortes und einer Produktion vegetarischer Produkte signalisiert.

Thomas Lißner von der NGG sieht im Stopp des Abbaus der Maschinen einen Erfolg des öffentlichen Drucks, den die Gewerkschaft ausgeübt hat. "Statt im Höchsttempo Maschinen abzubauen, muss im Höchsttempo über eine Übernahme durch Katjes verhandelt werden." Haribo könne jetzt soziale Verantwortung übernehmen und sich in Würde aus der Region verabschieden. "Wir können es nur immer wiederholen: Wir brauchen schnell Klarheit. Im April greifen die ersten Kündigungen“, erklärte Lißner in der Mitteilung.

Wir werden weiter wie Löwen dafür kämpfen, dass der Standort fortgeführt wird.

Thomas Lißner Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Mit Katjes gebe es einen Interessenten, der die Süßwarentradition in moderner Art fortführen könne. Zudem seien dort Betriebsrat und Tarifvertrag Normalität. "Das ist gerade in unserer Region nicht selbstverständlich und ein hoher Wert", so Lißner weiter.

Fotoaktion Haribo Wilkau-Haßlau
Mit verschiedenen Aktionen machte die Belegschaft von Haribo in Wilkau-Haßlau in den vergangenen Wochen auf ihre Lage aufmerksam. Bildrechte: NGG Ost

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 21.02.2021 | ab 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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