Energie-Forschungsprojekt Zwickau testet "grünen" und "intelligenten" Strom

Im Zwickauer Stadtteil Marienthal beginnt heute die praktische Phase des nordostdeutschen Forschungsprojektes WindNODE. Dabei wird die Nutzung von erneuerbarer Energie in einem abgegrenzten Wohngebiet getestet. Am Morgen wurden ein Batteriespeicher und eine eine regelbare Trafo-Station mit einer Anschlussleistung von 120 KW in ihre Fundamente gehoben. Das Investitionsvolumen beträgt nach Angaben der Betreiber eine Million Euro.

Ein Autodrehkran hebt eine Trafostation in ihr Fundament.
In Zwickau-Marienthal wurde der erste "intelligente" Trafo in sein Fundament gehoben. Bildrechte: MDR/Gert Friedrich

Forschungsprojekt für Energiewende

Bei dem Forschungsprojekt, das aus Bundesmitteln gefördert wird, soll die Selbstversorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie getestet werden. Auf den Dächern von sechs Wohnblöcken befinden sich Photovoltaik-Anlagen. Der dort erzeugte Strom wird vor Ort sofort verbraucht oder in großen Batterien gespeichert - die erste wurde heute aufgestellt. Auf den Batteriestrom wird zurückgegriffen, wenn mehr Strom verbraucht wird, als die Solarzellen einspeisen.

WindNODE wird vom Bundesforschungsministerium als ein "Schaufenster für intelligente Energie" gefördert. Dabei geht es um ein Netzwerk flexibler Energienutzer, die ihren Stromverbrauch nach dem schwankenden Angebot von Wind- und Sonnenkraftwerken ausrichten können. Ziel ist es, große Mengen von erneuerbarem Strom ins Energiesystem zu integrieren und zugleich die Stromnetze stabil zu halten. Insgesamt beteiligen sich über 70 Firmen aus den neuen Bundesländern an WindNODE. Das Projekt läuft bis zum Jahr 2020.

Quelle: MDR/mwa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.02.2018 | 07:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2018, 15:49 Uhr

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2 Kommentare

27.06.2018 16:50 O-Liner (3. V.) 2

Na, denn man tau, liebe zweibeinige Labortierchen in Z-Marienthal! Aber nicht schummeln, wenn es im "abgegrenzten Wohngebiet" mal eng wird mit der "Selbstversorgung"! Eisernes Durchhalten wird wohl angesagt sein, denn schließlich soll dieses Projekt (ich nenne es "Experiment") sehr lange dauern; bis zum Jahr 2020. Hoffentlich ist der "Heimatsender" auch dann dabei, falls es wider Erwarten in die Hose gehen sollte. Es wäre nicht das erste Mal, das etwas derartiges sang- und klanglos und vor allem fast ohne jede mediale Begleitung als kunterbunter Luftballon zerplatzt. (Stichworte: "Pellworm", "Vorzeigeprojekt", "Energieautarkie", "außer Spesen nichts gewesen") Am besten gefällt mir, was die betroffene Gemeinde unter "Energiekonzept" selbst abläßt. Die Netiquette verbietet mir, das Wort zu verwenden, was mir dabei unwillkürlich einfiel. Man kann aber auch in die Ferne schweifen. Zu "Hierro" und "Energie" kann man Google befragen; ist dasselbe in "grün"... ;-)

26.06.2018 16:51 Hans Frieder Leistner 1

Ich lese immer wieder "erneuerbare Energie". Bisher konnte mir noch in keinem Forum ein schlauer Mensch erklären wie Energie erneuert wird. Das wäre doch das Perpetuum mobile in Energieform. Kann es hier jemand erklären?

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