20.1.2020 | 06:20 Uhr Kinderschutzbund Zwickau sieht sich in Not

Sorgentelefon
Seit drei Jahrzehnten betreibt der Kinderschutzbund in Zwickau ein Kinder- und Jugendtelefon. Berater helfen Kindern in Notlagen. Nun sieht der Verein sein Hilfsangebot in Gefahr (Symbolfoto). Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Kinderschutzbund Zwickau fürchtet um seine Existenz. Der Kreistag plane in einer Beschlussvorlage Fördermittel in Höhe von 45.000 Euro zu streichen, teilte der Verein am Wochenende mit. Dies würde das Kinder- und Jugendtelefon betreffen "und damit unsere Existenzgrundlage", so der Verein. Bei solch einer finanziellen Lücke könnte das Hilfsangebot nicht weiter betrieben werden, Vereinsräume und Arbeitsplätze seien gefährdet.

Wir wehren uns mit allen Mitteln gegen diesen Beschluss, der nach 25 Jahren das Ende des Kinderschutzbundes im Landkreis Zwickau einleiten würde.

Sebastian Dietzsch Vorsitzender des Zwickauer Kinderschutzbundes

Ende Januar entscheidet der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Zwickau über die Förderung freier Träger. Der Verein hat an die Ausschussmitglieder und Parteien appelliert, den Kinderschutzbund nicht zu gefährden. Zudem wurde eine Online-Petition gestartet.

2019 wurden nach Angaben des Kinderschutzbundes knapp 900 telefonische Beratungen von sieben geschulten Ehrenamtlichen in Zwickau durchgeführt. Für das aktuelle Jahr rechnet der Verein mit mehr als 2.000 Beratungen am Kinder- und Jugendtelefon, weil 15 Berater die Gesprächszeiten abdecken können.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.01.2020 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2020, 06:20 Uhr

1 Kommentar

Chemnitzer vor 4 Wochen

Das ist so wichtig. Den Kindern muss geholfen werden. Es ist ein Skandal, wenn nicht Geld bereit gestellt wird. Sollen die Kids erst in präkäre Lagen kommen? Die Gesellschaft guckt weg. Erst bemerkt am Wochenende auf dem Leipziger Augustusplatz vor dem Gewandhaus in den Nischen, da liegen junge Menschen auf Decken und verbringen so die Nacht. In der Kälte....entsetzlich und daneben ist Rummel und ein Riesenrad und das Bürgertum besucht Konzerte und speist in teuren Restaurants. Das hat es in der DDR nicht gegegen. Also, Zwickauer ihr leistet eine gute Arbeit und macht den Geldgebern Dampf unter den Hosenboden. Raus aus der Komfortzone!

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