15.04.2019 | 18:39 Uhr Zwickau: Mann wegen Volksverhetzung verurteilt

Das Landgericht Zwickau hat einen 33 Jahre alten Mann aus Glauchau unter anderem wegen Volksverhetzung und schwerer Körperverletzung verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte ein Modell des Konzentrationslagers Auschwitz gebaut und 2016 ein Foto davon einen Tag vor Heiligabend ins Netz gestellt hat. Das Foto habe er mit dem Kommentar "So, da werden wir mal das Räucherhaus anfeuern" versehen. Das sei an Zynismus und Menschenverachtung nicht zu überbieten, sagte der Richter.

Vollrausch nicht ausgeschlossen

Entscheidender war für das Strafmaß allerdings eine von dem Angeklagten begangene Körperverletzung. Er hatte einen Studenten bei einem Streit auf der Straße bewusstlos geschlagen und ihm den Kiefer gebrochen. In einem weiteren Fall hatte der mehrfach Vorbestrafte bei Facebook ein Bild von Hitler und einer Silvesterrakete mit Hakenkreuz geteilt. Hier konnte das Gericht nicht widerlegen, dass der Angeklagte dabei betrunken war, und verurteilte ihn wegen Vollrausches. Die Freiheitsstrafe von einem Jahr wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Quelle: MDR/gf/ms

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.04.2019 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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