Ärger um Maskenpflicht Kunde eines Supermarktes in Zwickau greift zur Axt

Ein Supermarkt auf dessen Boden mit roten Klebeband Abstandsmarkierungen geklebt sind
Offenbar passte einem Mann die Maskenpflicht nicht. In einem Zwickauer Supermarkt schlug er mit einer Axt um sich (Symbolbild). Bildrechte: MDR /Karina Heßland

Weil er in einem Supermarkt an die Maskenpflicht erinnert wurde, hat ein Mann in Zwickau mit einer Axt um sich geschlagen. Er habe so eine Schutzverglasung im Kassenbereich beschädigt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der 38-jährige Deutsche hatte den Angaben zufolge den Supermarkt am Sonnabend zunächst ohne Mund-Nasen-Schutz betreten. Als ihn das Personal auf die Maskenpflicht hinwies, sei er zu seinem Auto gelaufen. Dort habe er sich einen mittelalterlichen Helm aufgesetzt und die Axt gegriffen. Ein Alkoholtest ergab bei dem Mann 1,6 Promille. Er musste seinen Führerschein abgeben. Die Polizei prüft, ob auch ein ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegt.

Quelle: MDR/DPA/sm

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.10.2020 | 17:00 Uhr in den Nachrichten

9 Kommentare

Janes vor 1 Wochen

@Simone: Ich habe neulich eine Dokumentation über das Oktoberfestattentat gesehen. Offenbar sind diese Rechtsradikalen schon immer da gewesen. Sie begehren eben nur seit ein paar Jahren vermehrt auf. Wieso sich die Behörden...etwa unser Innenminister....so schwer tun, mit dem Terror von Rechts, ist nicht nur mir ein Rätsel.

Simone vor 1 Wochen

Hallo Bernd, was am Kommentar von Mediator passt ihnen denn nicht und wo äußert er Aversionen gegen Sachsen? Dass man Menschen mit ständigen Lügen und dauernder Hetze radikalisieren kann, das sagt ihnen wahlweise jeder Sozialoge oder gerne auch ein mit Radikalisierungsprozessen erfahrener Kriminologe. Und ob es ihnen passt oder nicht, 2015 sind bei uns die Rechtsterroristen wie die Pilze aus dem Boden geschossen. Inzwischen sitzen von diesen Kriminellen die Bomben gelegt und Häuser angezündet haben gottseidank etliche hinter Gittern.

Hier hat ein Mensch völlig überzogen und kriminell auf eine schlichte Anweisung der Regierung und eines Supermarktes reagiert. Dafür gibt es keine Rechtfertigung und irgendwoher muss diese kranke Einstellung ja kommen! Meine Vermutung ist, dass da die gleichen dahinter stecken, die auch schon 2015 Hass auf die Regierung und auf Geflüchtete geschürt haben. Was konstruktives haben ja gewisse Alternativen nicht im Angebot.

Bernd_wb vor 1 Wochen

Sie muessen das Ereignis nicht nutzen um ihre Aversionen gegenueber Sachsen kundzutun die ist bekannt. Bei der Radikalisierung stimme ich zu und spontan fallen mir da Party- und Eventszene ein. Ja wir muessen zurueck zum gegenseitigen Respekt und Politiker sollten ueberlegen ob staendig hoehere Strafen etwas bringen oder man besser die Menschen ueberzeugt. Ich denke Sachsen-Anhalt mit Haseloff ist da auf dem richtigen Weg.
Aber wer mit einer Axt auf andere losgeht braucht einen Raum (bestenfalls mit Gummiwaenden) in dem er ueber sich und seine Agressionen nachdenken kann.

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