04.02.2020 | 19:05 Uhr Weitere Muster-Feststellungsklage gegen eine sächsische Sparkasse

Ein Sparbuch der Sparkasse
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Die Verbraucherzentrale Sachsen hat am Dienstag am Oberlandesgericht Dresden eine Muster-Feststellungsklage gegen die Sparkasse Zwickau eingereicht. Damit soll vor Gericht geklärt werden, ob die Sparkasse Prämiensparern zu wenig Zinsen gezahlt hat.

Ich habe für meinen Mann und mich diese Prämiensparverträge 1993 begonnen, also relativ früh, als Altersvorsorge, weil wir ja nicht wussten, wie das mal aussieht mit der Rente. Und die Sparkasse hat nach Berechnungen der Verbraucherzentrale mir zirka 15.000 Euro zu wenig Zinsen in den Jahren berechnet und ausgezahlt.

Heidi Paul Kundin der Sparkasse Zwickau

Mehrere Klagen eingereicht

In den vergangenen Monaten haben die Verbraucherschützer 190 Prämiensparverträge mit variablem Zinssatz überprüft. Dabei hat sich nach Angaben der Verbraucherzentrale gezeigt, dass die Sparkasse Zwickau pro Vertrag im Durchschnitt 6.000 Euro zu wenig Zinsen gezahlt hat. Dieser Klage können sich Sparkassen-Kunden mit einem Prämiensparvertrag anschließen. Sie können sich im Internet oder bei der Verbraucherzentrale Zwickau ins Klageregister eintragen. Wenn die Klage Erfolg hat, bekommen sie die ausstehenden Zinsen erstattet.

Bereits im letzten Jahr haben die Verbraucherschützer gegen die Sparkasse Leipzig und die Erzgebirgssparkasse Musterklagen erhoben. Diesen haben sich nach Angaben der Verbraucherzentrale bislang fast 1.700 Sparer angeschlossen. Der erste Verhandlungstag vor dem OLG Dresden im Verfahren gegen die Sparkasse Leipzig ist für den 22. April 2020 terminiert.

Quelle: MDR/dk/mwa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 04.02.2020 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Chemnitz

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