20.06.2019 | 12:18 Uhr Fußball-Drittligist FSV Zwickau spielt jetzt in der "GGZ-Arena"

Blick durch und über einen Zaun auf das Fußballstadion in Zwickau-Eckersbach
Bildrechte: MDR/Gert Friedrich

Die Heimspielstätte des Fußball-Drittligisten FSV Zwickau heißt ab sofort "GGZ-Arena". Das gaben die Vertragspartner am Donnerstag bekannt. Demnach hat die "Stadion Zwickau Betriebs GmbH" (SZB)die Namensrechte an die stadteigene Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau (GGZ) verkauft. Über die genaue Summe wurde Stillschweigen vereinbart. Auf Nachfrage hieß es lediglich, der Betrag liege im sechsstelligen Euro-Bereich für den Vertragszeitraum von zunächst fünf Jahren.

Toni Wachsmuth (Sportdirektor FSV Zwickau), Rainer Kallweit (Geschäftsführer der Stadion Zwickau Betriebsgesellschaft) und Thomas Frohne (Geschäftsführer der Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau) halten ein Hinweisschild mit dem Namen "GGZ-Arena" in den Händen
Toni Wachsmuth (Sportdirektor FSV Zwickau), Rainer Kallweit (Geschäftsführer Stadion Zwickau Betriebsgesellschaft) und Thomas Frohne (Geschäftsführer Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau) (v.l.n.r) präsentierten den neuen Stadionnamen. Bildrechte: MDR/Gert Friedrich

Das Kuriose an dem Geschäft: Das neue Zwickauer Stadion gehört der GGZ! Sie hat es an die Betreibergesellschaft SZB verpachtet, die nun die Namensrechte quasi "zurückverkauft" hat. Der Grund: Die Vermarktung der Namensrechte ist Teil des Pachtvertrags. Deshalb bekommt der Betreiber nun Geld vom Eigentümer. Und was hat der finanziell klamme Drittligist FSV Zwickau davon? So gut wie nichts, denn er ist schließlich nur Mieter. Und ein Mietnachlass ist nicht zu erwarten Die SZB hat dem Verein bisher lediglich, in Aussicht gestellt, die Stadionmiete zu stunden.

Es ist ja unser Stadion. Es gehört uns, wir haben es gebaut. Und insofern finde ich es auch gut, wenn es unseren Namen trägt. Dann hat es natürlich einen Marketing-Aspekt: Wenn wir es schaffen, die GGZ als Marke weiter in Zwickau und Umgebung zu etablieren, dann haben wir auch Gutes damit getan.

Thomas Frohne Geschäftsführer der Gebäude- und Grundstücksgesellschaft Zwickau

Quelle: MDR/stt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.06.2019 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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5 Kommentare

21.06.2019 09:15 Westsachse 5

Herr Frohe sollte sich schämen für solche Aussagen. Pure Selbstbeweihräucherung. Und man versucht die Menschen für dumm zu verkaufen. Ganz furchtbar.
Herr Kallweit hat wenigstens indirekt zugegeben, dass hier Vetternwirtschaft betrieben wird. Da die Stadionbetreibergesellschaft jährlich 850T€ versenkt, kann die GGZ mit diesem Kniff die Zahlen der SBG ein wenig tunen. Auf der Strecke bleibt am Ende der FSV!
Ganz traurig.

20.06.2019 20:46 Sachsenringer 4

Traurig das die Stadt mit ihren Firmen nicht in der Lage ist diese überzogene Miete zu senken, diese wurde ohne wirkliche IST- Zahlen zu kennen beschlossen.
Hoch lebe der Kapitalismus und die Vetternwirtschaft, auf Kosten des dummen für sich werben mit der Leistung des Vereins... schämen sollten diese Leute sich.

20.06.2019 19:52 Oberplanitzer 3

Der FSV Zwickau ist wahrscheinlich der erste und einzige Verein im bezahlten Fussball, der von einen neuen Stadionnamen finanziell nicht profitiert. Es klingt wie ein schlechter Witz. Unglaublich

20.06.2019 18:06 fred63 2

unglaublich das Stadion hat einen Namen und der FSV hat nichts davon 5 jahre lang.schade für jeden Euro den man da ausgibt.es wird nicht lange dauern dann können die Mitglieder wieder Zahlen.

20.06.2019 16:09 MikeZ 1

So leid es mir tut. Leider wird der Stadionname unseren Abstieg nicht verhindern. Wir haben Zuviel Gànse und zu wenig Schwäne! Nur der FSV!!

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